Möriken-Wildegg

Die Pavillonschule platzt aus allen Nähten

Das Lehrerzimmer der Pavillonschule ist eng, bietet keinen Platz für Vorbereitungsarbeiten und verfügt nur über ein einziges WC.  zvg

Das Lehrerzimmer der Pavillonschule ist eng, bietet keinen Platz für Vorbereitungsarbeiten und verfügt nur über ein einziges WC. zvg

In der Pavillonschule Hellmatt in Möriken-Wildegg sind Schulräume knapp. Diese Misere soll mit einem Provisorium aus vorgefertigten Raummodulen überbrückt werden.

Bezüglich Schulraumplanung hängt die Gemeinde Möriken-Wildegg gegenwärtig völlig in der Luft: Einerseits ist der Ausgang der Abstimmung über den Systemwechsel offen, anderseits herrscht in etlichen Nachbargemeinden Unklarheit über den Fortbestand ihrer Oberstufe, wie Gemeinderätin Karin Brenner am Informationsabend erläuterte. Dies führt dazu, dass im Moment nicht feststeht, ob der Oberstufenstandort Möriken-Wildegg für zusätzliche Schülerinnen und Schüler ausgebaut werden muss.

Einig ist man sich aber darüber, dass der Oberstufenstandort gestärkt und langfristig erhalten werden soll. Bis klar ist, ob zusätzlicher Schulraum für den Ausbau der Oberstufe nötig ist, wird die entsprechende Planung beziehungsweise die – obwohl dringende – Sanierung der Pavillons vorläufig zurückgestellt.

Ein WC für 40 Personen

Unabhängig von der anstehenden Bildungsreform herrscht in der Pavillonschule Hellmatt ein dringender Raumbedarf, der nun mit Sofortmassnahmen gedeckt werden soll. Nötig sind diese in mehreren Bereichen: Aufgrund der hohen Schülerzahlen ist für den Kindergarten ein zusätzliches Schulzimmer notwendig. Das Unterrichten ist für das Lehrpersonal umständlich. Zudem steht in beiden Kindergärten zu wenig Platz für Materiallagerung zur Verfügung. Ein zusätzliches Schulzimmer für den Englischunterricht der Mittelstufe fehlt.

Prekär sind die Platzverhältnisse auch im Lehrerpavillon. Im ursprünglich für 9 bis 10 Lehrkräfte vorgesehenen Lehrerzimmer drängen sich in den Pausen zeitweise bis zu 40 Lehrerinnen und Lehrer. Da heisst es oft Schlange stehen, sowohl vor der Kaffeemaschine als auch vor dem einzigen WC. Eine sinnvolle Trennung in einen Arbeits- und einen Aufenthaltsbereich ist nicht möglich. Neben den Platzverhältnissen lässt auch der bauliche Zustand der Pavillonschule zu wünschen übrig; eine Sanierung wäre dringend nötig.

Die akute Raumknappheit soll nun kurzfristig mit einem Provisorium aus vorgefertigten Raummodulen behoben werden. Es sind zwei Abteilungsräume für eine Nutzungsdauer von 5 Jahren vorgesehen. Zusammen mit den technischen Installationen wird das Provisorium 620000 Franken kosten; ein entsprechender Kreditantrag wird der kommenden Gemeindeversammlung unterbreitet. In seiner Vorlage weist der Gemeinderat darauf hin, dass bei einem Wiederverkauf nach 5 Jahren noch mit einem Erlös von 300000 Franken gerechnet werden kann.

Neubau Kindergarten Möriken 1

Der Kindergarten 1 beim Schulhaus Möriken befindet sich in einem schlechten Zustand: Die Gebäudehülle entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen, die Installationen sind veraltet und die inneren Oberflächen und Ausbauten stark abgenutzt. Auch eine Totalsanierung würde gemäss Bauzustandsanalyse nicht das gewünschte Resultat bringen. Es wird deshalb vorgeschlagen, den Kindergarten 1 abzubrechen und durch einen Neubau zu ersetzen. Im gleichen Zug sollen Gruppenräume realisiert werden, die auch dem Kindergarten 2 zugutekommen. Dieser befindet sich baulich in einem guten Zustand.

Ein Neubau bedinge eine genaue ortsbauliche und architektonische Prüfung und vertiefte Abklärungen zu den schulbetrieblichen Abläufen, schreibt der Gemeinderat in seiner Vorlage. Er beabsichtige deshalb, einen Architekturwettbewerb durchzuführen und beantragt dafür einen Planungskredit von 250000 Franken. Nach ersten Schätzungen dürfte der Neubau des Kindergartens rund eine Million kosten.

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