Möriken-Wildegg
Die neue Schule entsteht ennet der Bünz

Die Gemeinde Möriken-Wildegg stimmt über Verpflichtungskredit zur Planung eines schulischen Erweiterungsbaus ab. Die Gemeindeversammlung muss über 562’000 Franken abstimmen.

Markus Christen
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Hans-Jürg Reinhart, Gemeindeammann: «Mit dem nun ausgearbeiteten Entwicklungskonzept ist der Raumbedarf der Schule auf längere Sicht gedeckt.»

Hans-Jürg Reinhart, Gemeindeammann: «Mit dem nun ausgearbeiteten Entwicklungskonzept ist der Raumbedarf der Schule auf längere Sicht gedeckt.»

niz Nicole Nars-Zimmer

Die Schülerzahlen wachsen. Ebenso befindet sich die Ausgestaltung des Schulunterrichts im Wandel. Kurz: Der Bedarf nach neuem Schulraum nimmt zu. Die Behörden der Gemeinde Möriken-Wildegg versuchen, dieser Entwicklung mit einem möglichst weitsichtigen Gestaltungskonzept zu entsprechen.

Aus diesem Grund wird die Bevölkerung bei der kommenden Einwohnergemeindeversammlung vom 18. November über einen Verpflichtungskredit von 562’000 Franken abstimmen. Damit sollen ein Erweiterungsbau für die Schule neben der Schwimmbadanlage und eine Fussgängerbrücke, welche die bestehende Schulanlage Hellmatt erschliesst, vorbereitet werden.

«Die Gemeinde hat dem Entwicklungsbedarf in den Schulen bisher gut Rechnung getragen», sagt Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart. «Das Bezirksschulhaus und das Primarschulhaus wurden vor einiger Zeit renoviert. In diesem Jahr entstand ein neuer Kindergarten. Das Thema ist jetzt: Wie geht es weiter mit der Pavillonschule Hellmatt?» Diesbezüglich stellt der Erweiterungsbau, der rund 3.7 Millionen Franken kosten und nach Fertigstellung rund 10 neue Schulräume bieten soll, einen Teil einer umfassenderen Umgestaltung dar. Einen entsprechenden Entwicklungsplan hat der Gemeinderat zusammen mit der Husistein & Partner AG, Büro für Architektur und Planung in Aarau, ausgearbeitet.

Synergien von Bad und Schule

Die Pavillonanlage selbst, die seit dem letztjährigen Entscheid der kantonalen Denkmalpflege unter Denkmalschutz steht, soll zwischen April 2019 und Juli 2020 saniert werden. Der Antrag für einen Planungskredit wird der Bevölkerung 2016 vorgelegt. Mit dem nun vorgesehenen Erweiterungsbau «Bünz» als Übergangsmöglichkeit kann, so der Gemeinderat, die Sanierung der einzelnen Pavillongebäude gestaffelt vonstattengehen.

Bei den insgesamt neun Schulpavillons besteht insbesondere der Bedarf einer Erneuerung der Haustechnik. Konkret ist es nötig, die Wärmedämmung der Gebäude zu optimieren. Ebenfalls geplant sind die Sanierung des Mehrzweckgebäudes der Schulanlage Hellmatt sowie die Sanierung der ältesten Turnhalle 4. Diese Arbeiten werden zu einem späteren Zeitpunkt gemacht.

Bereits im nächsten Jahr will der Gemeinderat zudem den Ausbau des Verpflegungsbereichs der Schwimmbadanlage aufgleisen. Denkbar ist, dass in Zukunft Synergien bezüglich der Verpflegung von Schule und Schwimmbad genutzt werden können. Auch was das Schulsportangebot betrifft, sollen Schule und Schwimmbad in engere Verbindung treten. Es sollen gemeinsame Spiel- und Freizeitflächen geschaffen werden. «Mit dem nun ausgearbeiteten Entwicklungskonzept ist der Raumbedarf der Schule auf längere Sicht gedeckt», sagt Hans-Jürg Reinhart. Und weiter: «Der finanzielle Aufwand kann voraussichtlich ohne zusätzliche Verschuldung und ohne Steuerfusserhöhung geleistet werden.» Sicher ist, dass mit dem Erweiterungsbau neben dem Schwimmbad die Anlage der Pistolenschützen, die sich ganz in der Nähe befindet, umquartiert werden muss. Die Pistolenschützen wurden über die Pläne bereits informiert.