Schafisheim

Die neue Passarelle ist nicht nur eine Brücke, sondern auch ein Museum

Auf einer Länge von 162 Metern spannt sich nun die doppelstöckige Passerelle über die Rupperswilerstrasse.

Auf einer Länge von 162 Metern spannt sich nun die doppelstöckige Passerelle über die Rupperswilerstrasse.

Die Passerelle über die Rupperswilerstrasse ist mehr als ein Verbindungsweg zwischen zwei Gebäuden der Coop-Verteilzentrale, sagt Leo Ebneter, Leiter Logistik.

Das Publikum ist in Scharen aufmarschiert, um die spektakuläre Montage der doppelstöckigen Passerelle über die Rupperswilerstrasse in den vergangenen Tagen live mitzuverfolgen. Die neue Brücke verbindet das bisherige Logistik-Gebäude des Grossverteilers Coop mit dem Neubau auf der andern Strassenseite.

Das Gesamtgewicht der Passerelle von gut 880 Tonnen entspricht rund zehn SBB-Lokomotiven, die angehoben und versetzt wurden. Während vier Monaten war die Brücke zuvor auf der Baustelle in Schafisheim zusammengeschweisst worden. Der Verbindungsweg 12 Meter über der Rupperswilerstrasse kann ab Spätherbst passiert werden.

Gleichzeitig soll in Schafisheim die neue Logistik in Betrieb genommen werden. Im Frühjahr 2016 folgen dann die Bäckerei, Konditorei und das Tiefkühllager. In der neuen Grossbäckerei werden künftig pro Jahr 60 000 Tonnen Brot und Backwaren produziert. Coop investiert dabei rund 600 Mio. Franken.

Leo Ebneter ist Leiter Direktion Logistik und Geschäftsleitungsmitglied bei Coop. Die Brücke symbolisiere den Weg von Coop in die Zukunft, sagt er. Und er verrät, dass Coop in Schafisheim ein Museum einrichten will:

Herr Ebneter, welche Bedeutung hat der Bau der Passerelle für Coop bezüglich der Entwicklung der neuen Verteilzentrale?

Leo Ebneter: «Die Installation der Passerelle hat einen symbolischen Wert, sozusagen als Eingangstor in den Gesamtkomplex der Verteilzentrale Schafisheim. Die Verbindung der beiden Gebäudetrakte bedeutet die Verbindung von Logistik, Produktion und Distribution zu einer Einheit. Die Backwaren, die künftig im Neubau des Verteilzentrums produziert werden, können über die Passerelle vollautomatisch in die Bereitstellungszone des Altbaus für den Verlad gefördert werden. Die Passerelle bildet gewissermassen das Herzstück der Förderlogistik.»

Was bedeutet der Neubau der Verteilzentrale Schafisheim für Sie als Leiter Logistik?

«Die Weiterentwicklung der Logistik- und Produktionsinfrastrukturen ist durch die technische Entwicklung eine logische Folge. Mit der Zusammenlegung von verschiedenen Verteilzentralen auf den Standort Schafisheim gibt es eine Mengenbündelung die nötig ist, um Prozesse in der Produktion wie aber auch in der Logistik automatisieren zu können. Mit diesem Projekt wird es uns am Standort Schafisheim gelingen, dem stetig zunehmenden Kostendruck Stand zu halten.»

Auf der Passerelle wird ein kleines Museum eingerichtet. Verraten Sie uns, was es damit auf sich hat?

«Heute lagern zahlreiche Museumsgegenstände in diversen Archiven bei uns. Die Objekte wollen wir inskünftig auch den Besuchern der Verteilzentrale Schafisheim zugänglich machen. Auf der Passerelle selbst wird ein Saurer-Lastwagen mit Jahrgang 1929 ausgestellt. Dieser war früher für die Belieferung der Verkaufsstellen eingesetzt worden.»

Meistgesehen

Artboard 1