Meitlitag

Die «Meitli» haben dem Regen mit einem Lächeln getrotzt

Zum Thema «Jukebox» sind am Umzug vom Meitlisonntag die Fahrwangerinnen und Meisterschwanderinnen durch die Dörfer getanzt. Egal ob Metalhead oder Cowgirl, die Stimmung war bei allen ausgelassen und fröhlich.

13:30 Uhr: Die ersten Umzugswagen sind bereits bei der Migros in Fahrwangen eingetroffen. Noch regnet es nur wenig. Tröpfchenweise. Doch das soll sich bald ändern. Schon als die Herolde um 14:15 Uhr losmarschieren merkt man: Das Wetter wird nicht besser. Die Stimmung lässt sich deshalb aber niemand verderben.

Fahrwangen/Meisterschwanden: Die «Meitli» haben dem Regen mit einem Lächeln getrotzt

Als Cowgirls, hoch zu Ross und auf Männerfang zogen die Meitli durch den Regen.

Passend zum Motto «Jukebox» hatten sich die Teilnehmer bei ihren Wägen für eine Musikrichtung entschieden. Mit heftigen Techno-Beats heizten so etwa Bea und Sylvia Lindenmann und ihre Frauen den Anwesenden ein. «Wir haben schon im November mit den Vorbereitungen begonnen», erklären sie. Techno sei ein dankbares Thema, «damit können wir auch die jüngeren fürs Mitmachen begeistern.» Mit 27 Teilnehmerinnen seien sie dieses Jahr eine grosse Gruppe. «Aber ohne die Unterstützung unserer Männer, wäre der Umzugswagen wohl nicht zustande gekommen.»

Ganz in Pink, Silber und Schwarz ist der er gehalten. Die Musik (und vielleicht auch ein bisschen der pinke Schnaps), sorgen dafür, dass schon bald der eine oder andere Mann mit auf der Tanzfläche steht. Hier sind sie gut geschützt vor Regen und Wetter. Wer ohne Wagen unterwegs war, wusste sich mit Pelerinen und Regenschirmen zu schützen. So flog der durchsichtige Plastik wild durch die Luft, bei den Tanzeinlagen zur Volksmusik oder den wilden Klängen lateinamerikanischer Musik. Die aufwendigen Kostüme erinnerten an den farbigen Karneval Rios. Die Tänzerinnen brillierten mit fröhlichen Gesichtern.

Aber auch die ganz kleinen machten beim Umzug mit, ob als Cowgirl oder in traditioneller Tracht. «Normalerweise hören wir keinen Country», beichten Anina Kaufmann und Olivia König. Die Mädchen lächeln leicht verschämt. «Wir sind hier, weil unsere Mütter mitmachen.» Nach einer Pause fügen sie an, «und wegen der Schlacht bei Villmergen.»

Manuela Schneiter, Präsidentin der Meisterschwander Meitli, ist zufrieden mit dem Ablauf des Umzugs: «Niemand liess sich den Spass nehmen. Und die Wägen sahen hammer aus.» Man habe zum Teil schon vor einem halben Jahr mit den Vorbereitungen begonnen.

Die Meitli seien jetzt bereit, ihr Zepter wieder abzugeben. Doch bis halb zwölf würden noch einige Stunden ausgiebig gefeiert.

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