Möriken-Wildegg
Die Mälzerei wird neben der Zementfabrik gebaut

Mit etwas Verspätung begann das Bewilligungsverfahren für das Projekt, auf das viele Bierfreunde warten.

Anja Suter
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Christoph Nyfeler will eine Mälzerei bauen.

Christoph Nyfeler will eine Mälzerei bauen.

Fritz Thut/Lenzburger Bezirksanzeiger

Bei der Präsentation des Projektes im September wollte Christoph Nyfeler noch nicht verraten, in welcher Gemeinde seine Mälzerei stehen soll. Er äusserte jedoch die Hoffnung, dass man mit dem Bau der Halle bereits im Dezember dieses Jahres beginnen könne. Dank eines Abbruchgesuches ist nun klar, wo die Schweizer Mälzerei AG bauen möchte: In Möriken-Wildegg auf der Westseite der Jura-Cement AG.

Gemäss dem Baugesuch soll ein Zweifamilienhaus und sechs Nebengebäude abgerissen werden. Dabei entstehen Kosten in der Höhe von rund 50'000 Franken. Die Schweizer Mälzerei AG plante im September noch, dass bereits im November 2021 der erste Malz aus der eigenen Mälzerei an die Brauerein vertrieben wird. Dieser Zeitplan dürfte nicht mehr realistisch sein.

Die Braugerste, die künftig in der Aargauer Mälzerei veredelt werden soll, wurde bereits im September angebaut, wie Dominik Füglistaller, Präsident der IG Mittelland Malz an der Pressekonferenz sagte. Es war eine Anbaufläche von rund 200 Hektaren geplant. Angebaut wird nicht nur im Aargau, sondern unter anderem auch in Basel, Bern, Uri und Fribourg. Die Konzeption soll es erlauben, dass der biozertifizierte Malz pro Charge bis auf die Felder zurückzuverfolgen ist. So soll es möglich sein, dass zukünftig für Aargauer Bier auch Aargauer Braugerste verwendet wird.

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