Rupperswil

Die Lottengemeinden spannen musikalisch zusammen

Schafisheim soll zur neuen Musikschule Lotten-Schlüssel gehören. (Themenbild)

Schafisheim soll zur neuen Musikschule Lotten-Schlüssel gehören. (Themenbild)

Die von Rupperswil und Hunzenschwil geführte Musikschule soll Schafisheim aufnehmen. Grund ist ein Volksentscheid aus dem Jahr 2012.

Wenn am 23. November in zahlreichen Gemeinden in der Region zur Gemeindeversammlung gerufen wird, wird es in Rupperswil auch um die Schaffung einer gemeinsamen Musikschule mit Schafisheim und Hunzenschwil gehen. Hintergrund ist ein 2012 von Volk und Ständen deutlich angenommener Verfassungsartikel, der Bund und Kantonen Kompetenzen in der musikalischen Bildung einräumt. In der Umsetzung bedeutet das die Standardisierung und Professionalisierung des bestehenden Angebots. Während Rupperswil seine Musikschule mit 261 Schülern und 14 Lehrpersonen schon länger gemeinsam mit Hunzenschwil führt, soll nun auch die dritte Lottengemeinde Schafisheim dazukommen. Dessen eigene Musikschule hat 120 Schüler und ebenfalls 14 Lehrpersonen.

Die neue Musikschule Lotten-Schlüssel soll bereits mit dem nächsten Schuljahr starten. Sie ermögliche 50 Stellenprozent für die eben erst geschaffene Schulleitung (bisher 25 Stellenprozent) und eine tägliche Präsenz im Schulsekretariat, schreibt der Gemeinderat in den Unterlagen zur Gemeindeversammlung. Der Ausbau sei trotz Fusion mit steigenden Kosten verbunden, die sich bereits im Budget 2019 niederschlagen würden. Damit die neue Musikschule zustande kommt, müssen ihr alle drei Gemeinden zustimmen. Der Sitz wäre wie schon bei der bestehenden Musikschule von Rupperswil und Hunzenschwil in letzterer Gemeinde. Sie übernimmt auch die Verwaltung und erhebt bei den Partnergemeinden eine entsprechende Gebühr. In den weiteren Traktanden behandelt die Gemeindeversammlung den Kreditantrag für die Ausarbeitung der zweiten Generation der Generellen Entwässerungsplanung. Diese sollte etwa alle 15 Jahre überarbeitet werden, Rupperswil will diese Aufgabe nun 20 Jahre nach der Erstellung des ersten Plans angehen. Der Kanton leistet an die Kosten von 627'000 Franken einen Anteil von 20 Prozent. Wird der Kredit bewilligt, können die weiteren Arbeiten im Februar 2019 starten, die Überarbeitung soll insgesamt etwa drei Jahre dauern. Weitere 340'000 Franken beantragt der Gemeinderat für die Teilsanierung der Schweizistrasse. Nötig sind dort Arbeiten an Wasser- und Elektrizitätsversorgung, Abwasserbeseitigung und Belag. Die Notwendigkeit dieser Arbeiten wurde während den Arbeiten für die 2014 bewilligte Erschliessung des Baugebietes «Breechli-Süd» entdeckt. Etwas teurer kommt der Neubau der Trafostation «Gislifluhweg», 370'000 Franken sind für diesen beantragt. Nötig wird der Bau, weil die Überbauungen der letzten zehn Jahre die bestehende Anlage zunehmend an ihre Grenzen bringen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Ölheizungen mit Wärmepumpen ersetzt werden. Der Neubau ist mit dem Verlegen mehrere hundert Meter Kabel und Rohranlagen verbunden.

Abgesehen vom Budget, das für 2019 mit einem unveränderten Steuerfuss von 97 Prozent plant (AZ vom 7. November), ist der Verein «Tagesstrukturen Rupperswil» letztes Traktandum. Vor einem Jahr beschloss Rupperswil den Aufbau dieses Vereins und die Sanierung vom Frickerhaus für diesen. Der Verein rechnete von Beginn weg mit einem finanziell harzigen Start. Um ihm nun über die schwierige Startphase hinwegzuhelfen, beantragt der Gemeinderat ein rückzahlungspflichtiges Darlehen über maximal 100'000 Franken, um das Defizit zu decken.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1