Region Lenzburg
Die Lenzburger Feuerwehr twittert, wenns brennt

Ob Probealarm oder Grossereignis: Die Regio Feuerwehr Lenzburg informiert die Öffentlickeit über den Internet-Nachrichtendienst Twitter, sobald sie ausrückt. Noch wird dieses Angebot wenig genutzt.

Pascal Meier
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Alarm Nr. 71666:

Alarm Nr. 71666:

Pascal Meier

Als in der Nacht auf Mittwoch beim Bahnhof Hendschiken ein Imbisswagen und zwei Autos in Flammen aufgingen, war davon bereits Minuten später im Internet zu lesen - und zwar noch bevor die Regio Feuerwehr Lenzburg eintraf.

Brand-Tweets

Die Regio Feuerwehr Lenzburg twittert über den Account @regiofwlenzburg.

Denn fast zeitgleich mit der Alarmierung der Mannschaft veröffentlichte die Feuerwehr um 1:54 Uhr über den Internet-Nachrichtendienst Twitter folgende Meldung: «Alarm Nr. 71666 - Brand, in Hendschiken, Bylandweg, SBB Bahnhof, Hendschiken, Bahnhof.» Gemeldet worden war der Brand kurz zuvor um ca. 1.50 Uhr von einem Nachbarn.

Informationen in Echtzeit

Rund 50 solche Nachrichten hat die Regio Feuerwehr Lenzburg seit Anfang April 2012 über Twitter verschickt. Wer als sogenannter «Follower» die Mitteilungen («Tweets») von @regiofwlenzburg abonniert - oder auf Twitter danach sucht -, erfährt sofort, wann und warum ein Einsatzfahrzeug den Stückpunkt an der Niederlenzerstrasse verlässt.

Informiert wurde die Öffentlichkeit so auch über den Probealarm vom 13. April oder den Brand des Budget-Markts an der Lenzburger Bahnhofstrasse vom 26. Juni.

Versand läuft vollautomatisch

Mit den Twitter-Meldungen will die Regio Feuerwehr Lenzburg in erster Linie die Öffentlichkeit über die eigene Arbeit informieren. «Die Menschen in der Region interessiert, was bei uns läuft», sagt Curdin Gees, der die Internetseite der Regio Feuerwehr Lenzburg betreut und im Frühjahr die Idee hatte, mit Twitter neue Wege in der Kommunikation zu beschreiten. «Über den Online-Nachrichtendienst Twitter können wir einfach und schnell mehr Leute erreichen.»

Curdin Gees selbst muss dafür keinen Finger rühren: Die Twitter-Nachrichten werden automatisch mit der Alarmierung der Feuerwehr-Mannschaft verschickt.
An die grosse Glocke hängt die Regio Feuerwehr den Twitter-Service nicht. Dieser wird entsprechend noch wenig genutzt; gerade mal acht Personen haben als «Follower» die Einsatz-Meldungen abonniert. Als ergänzenden Alarmierungskanal für die eigene Mannschaft ist Twitter zudem kein Thema. «Twitter ist ein gutes Instrument, ersetzt jedoch die Alarmierung per Telefon und SMS keinesfalls», hält Curdin Gees fest.