Lenzburg
Die Kunst nicht für die Künstler, sondern für den Normalbürger

Vom 1. bis 8.September findet im Lenzburger Jugendhaus Tommasini die Ausstellung «Guck mal Günther, Kunst» statt. Dem Normalbürger soll die Kunst nähergebracht werden. Daher verlangen sie auch keinen Eintritt.

Isabelle Schwab
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Auch eine Pasta-Performance von Lucia Schaub wird gezeigt. zvg

Auch eine Pasta-Performance von Lucia Schaub wird gezeigt. zvg

Während einer Woche werden Künstler aller Genres im Kulturhaus Tommasini ein und aus gehen. Ob Graffiti, Skulpturen oder Musik, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Nicht wenige der Künstler kommen aus dem Aargau.

Programm

Sonntag, 1. September. 17 Uhr: Vernissage. - 17 bis 21 Uhr: «Open Wall». - 19 Uhr: Jazz-Band «A Woman in Lizard Skin»

Montag, 2. September. 17 bis 21 Uhr: «Open Wall». - 21 Uhr: Stand-up Comedy mit Charles Nguela.

Dienstag, 3. September. 17 Uhr: Performance «Kunst lebt!». - 17 bis 21 Uhr: «Open Wall».

Mittwoch, 4. September. 17 bis 21 Uhr: «Open Wall». - 20 Uhr: Film «Reste Ficken» mit Künstlergespräch. - 22 Uhr: Hip-Hop: Essenz.

Donnerstag, 5. September. 17 bis 21 Uhr: «Open Wall». - 21 Uhr: Virtual Graffiti und Musik aus Chile mit Cecilia Ugarte, Carito Plaza.

Freitag, 6. September. 17 Uhr: «Wall of Fame is born», Live Painting. - 21 Uhr: Hip Hop Jam, Tomm Bar.

Samstag, 7. September. 13 Uhr: «Wall of Fame is born», mit Graffiti-Workshop. - 22 Uhr: «Life is Live» und «Housefrauen».

Sonntag, 8. September. 12 Uhr: Künstler-Brunch.

«Wir wollen Otto-Normalbürger den Zugang zur Kunst erleichtern», sagt Fabian Frei, einer der Initianten der Ausstellung «Guck mal Günther, Kunst». Die Idee zum Namen habe eine Mitinitiantin gehabt, nachdem sie ein paar Tage im Wien war. Dort habe eine ältere Dame ihren Mann darauf hingewiesen, dass das da übrigens Kunst sei.

Kunst den Elite-Touch nehmen

«Guck mal Günther, Kunst», ist laut Fabian Frei als Name ideal, weil Günther ein Allerweltsname sei, unter welchem man sich den typischen Normalbürger vorstelle. Ihm soll Kunst nähergebracht werden. «Heute wird Kunst zunehmend elitär», begründet Fabian Frei. Dem wollen die Initianten entgegenwirken.

Der Eintritt in die Ausstellung ist daher gratis. Dadurch und durch ein grosses Rahmenprogramm mit Musikern, Comedians und Performance-Künstlerversuche will man ein breiteres Publikum anzusprechen und so populäre mit bildender Kunst zu verbinden.

Gerade Musik sei für viele einfacher zugänglich, als andere Kunstformen, so Fabian Frei. «Wir würden uns über 100 Besucher pro Tag freuen.»

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