Lenzburg

Die Jugend ist bereit für den Ernstfall

Der «verunfallte» Motorradfahrer mit Verdacht auf Rückenverletzungen wird mit äusserster Vorsicht bewegt.

Der «verunfallte» Motorradfahrer mit Verdacht auf Rückenverletzungen wird mit äusserster Vorsicht bewegt.

Beim gemeinsamen Einsatz von jungen Rettungskräften aus Deutschland und der Schweiz übten die Jungtalente ihr Können für verschiedene Unfall-Szenarien.

Ein Kleinbus mit 10 Passagieren kollidiert mit einem Motorrad, in einem Schacht sind zwei Personen verunfallt, eine Person ist unter einem Lastwagenrad eingeklemmt, ein Kind ist unter eine Mulde geraten und aus dem zweiten Stock des Bürogebäudes muss ein Verletzter gerettet werden.

Diese Aufgaben warten am Freitagnachmittag auf die jungen Rettungskräfte. Mit dabei sind neben der Jugendfeuerwehr Lenzburg-Staufen-Ammerswil auch deutsche Jugendliche: Die THW-Jugend aus Ludwigsburg, Böblingen und Pforzheim, die Jugendfeuerwehr Schweikheim und eine Jugend-Bergwachtgruppe aus Esslingen. THW steht für Technisches Hilfswerk und ist die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation der Bundesrepublik Deutschland.

Die deutschen Jugendorganisationen waren bereits vor zwei Jahren in Lenzburg. «Wir hatten den Kontakt über das Internet hergestellt», erzählt Michael Bulling, der die Jugendlichen begleitet und auch für das Rahmenprogramm über das Auffahrtswochenende besorgt war. «Das Ganze soll ja auch Spass machen», betont er.

Erst einmal ist aber harte Arbeit angesagt: Während sich die Jugendfeuerwehren um die «Verletzten» aus dem Unfallauto und den Töfffahrer kümmern, rettet die Bergwacht zwei Personen aus einem Schacht und die THW-Jugend befreit den Mann und das Kind (beides natürlich Puppen) aus ihrer misslichen Lage. Eine Rettung über die Leiter bildet den Abschluss der Übungen, die alle auf dem Areal der Transportfirma Baumann durchgeführt werden.

«Ihr habt einen super Einsatz geleistet und die Übung ist klar erfüllt», lobt Marcel Wattinger, der als Einsatzleiter fungierte. Bei den Vorbereitungen unterstützt wurde er vom Materialwart André Römer, dem Präsidenten der Jugendfeuerwehr Lenzburg, dem Betreuer Dieter Aerni sowie weiteren Angehörigen der Regiofeuerwehr Lenzburg.

Nachwuchs für die Feuerwehr

Die Jugendfeuerwehr Lenzburg zählt gegenwärtig 18 Mitglieder. «Bereit sind einige nach Erreichen des 18. Altersjahrs in die aktive Feuerwehr übergetreten», sagt Präsident Daniel Zulliger. Willkommener Nachwuchs also. «Wer bis 18 in der Jugendfeuerwehr bleibt, tritt danach in die aktive Feuerwehr über», stellt er fest. Wem die Feuerwehr nicht gefällt, hört schon vorher auf.
Der zweite Teil des Nachmittags war bei Wurst vom Grill und feinen Getränken der Pflege der internationalen Kameradschaft gewidmet.

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