Lenzburg
«Die integrative Kraft der Schweiz darf nicht unterminiert werden»

Ein erfrischendes Rahmenprogramm durften die rund 250 Gäste bei der Bundesfeier auf Schloss Lenzburg geniessen. Unter anderem nahm sich Werner De Schepper in seiner Festansprache eine inflationäre Redewendung zur Brust.

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Redner Werner De Schepper. mch

Redner Werner De Schepper. mch

Versammelt waren auf dem Schlosshof die 126 Teilnehmer eines Musiklagers für Jungtambouren und Jungpfeifer. Diese bereiteten sich während der vergangenen Tage in der Mehrzweckhalle Schützenmatte auf eine Konzerttournee durch die Schweiz vor.

Mit Verve begleiteten die jungen Musikerinnen und Musiker den Gottesdienst, der von Pfarrerin Pascale Gerber und Priester René Aerni geleitet wurde. Auch durften die zahlreichen Besucher auf Schloss Lenzburg beim Singen der Nationalhymne auf die Unterstützung der Jungpfeifer zählen.

Im Anschluss an den Gottesdienst nahm sich Werner De Schepper, Chefredaktor von Tele Bärn und Kolumnist bei der Aargauer Zeitung, in seiner Festansprache eine inflationäre Redewendung zur Brust.

Immer öfters sei im Zusammenhang mit Schweizern mit Migrationshintergrund ein «böser Spruch» zu hören, «der überall die Runde macht und schleichend in allen Gesellschaftsschichten salonfähig wird: Man sage dann: «Schweizer ist er schon – aber kein Eidgenosse.»

Dieses Verdikt, so De Schepper, unterminiere die grosse Kraft der Eidgenossenschaft zur Integration, indem es die Ausgrenzung propagiere. «Widersprechen wir, wenn wir solchen Stuss hören», forderte Werner De Schepper die Gäste an der Bundesfeier auf. (mch)