Traditionelle französische, rumänische und spanische Noëls, Zigeunerklänge und Orgelmusik: Der Wirkung dieser Melodien konnte sich keiner entziehen. Bei der gefühlvollen Interpretation der Stücke schlossen etliche Zuhörer beim Lauschen die Augen und genossen die Darbietungen sichtlich.

Im gemeinsamen Auftritt begeisterte das Duo Simili zusammen mit der Sopranistin Aline Du Pasquier und dem Musiker Thilo Muster mit einem ausgewählten Programm: Ein originelles Wechselspiel aus traditionellen Noëls in verschiedenen Sprachen, aus unterschiedlichen Kulturen und in vielfältigen Klängen.

Für alle, die ihr Schulfranzösisch bereits wieder vergessen hatten, gab es im Faltblatt eine Übersetzung der geistlichen Lieder zu Ehren von Jesu Geburt.

Konzert, so bunt wie der Flyer

Der farbige Flyer für die Ankündigung des Konzerts blieb keine leere Versprechung – das Publikum wurde während des Konzerts tatsächlich in eine andere Welt entführt. Und dies äusserte sich nicht nur durch den langen Zigeunerrock der Violinistin, der bei jedem Schritt sanft klimperte. Auch die Performance war ungewöhnlich. Die Musiker begannen ihr Spiel nicht erst im Kirchenschiff, sondern bereits beim Eintritt, wo sie den Mittelgang entlang musizierten. Bei einem Stück schwang die Violinistin gar ihr Instrument in einem Halbkreis herum und brachte dieses damit zum Klingen, zur grossen Überraschung des Publikums. Und nicht zuletzt begeisterte die eigenwillige Kombination aus Gitarre, Violine und Akkordeon mit Gesang.

Ein verlängertes Weihnachtsfest

Weihnachtliche Stimmung kam bei diesem Konzert auch am 26. Dezember noch auf. Spätestens als die ganze Stadtkirche vom Lied «Les anges dans nos campagnes» erfüllt war, kehrte das Christfest noch einmal für einen Moment zurück. Und das Publikum stimmte begeistert in den Gesang mit ein.