Seetal
Die Hallwilersee-Ranger wollen «Goodwill der Bevölkerung»

Seit dem Wochenende helfen Ranger rund um den Hallwilersee, dass Besucher und Einheimische die Natur besser geniessen können und elementare Regeln eingehalten werden.

Fritz Thut
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Die Hallwilersee-Ranger haben ihre Patrouillen-Rundgänge auf dem Uferweg aufgenommen. tf

Die Hallwilersee-Ranger haben ihre Patrouillen-Rundgänge auf dem Uferweg aufgenommen. tf

Der von den Seeanstösser-Gemeinden und den Kantonen Aargau und Luzern finanzierte Informations- und Aufsichtsdienst hat den dreijährigen Versuchsbetrieb mit sechs Personen aufgenommen.

Genau nach Vorgabe des Regionalplanungsverbandes Lenzburg-Seetal und dessen Arbeitsgruppe Hallwilersee wollen die Ranger in erster Linie informierende Ansprechpartner für die Benützer der See-Infrastruktur sein und nicht in erster Linie als Hilfspolizisten Vergehen ahnden.

Gut erkennbar und benamst

«Wir wollen vor allem auch in der örtlichen Bevölkerung viel Goodwill für uns und die Anliegen der Natur erreichen», umschreibt der aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählte Chef-Ranger Bruno Fürst das Hauptziel seiner mit einheitlichen, hellbraunen Hemden und gut sichtbaren Namensschildern ausgestattete Truppe.

Den Schutz der sensiblen Natur und Landschaft wollen die insgesamt sechs Personen (neben Fürst sind dies Oliver Eichenberger, Barbara Gautschi, Peter Häfliger, Jörg Hiltbrunner und Urs Sandmeier) vor allem mit Wissensvermittlung erreichen. Fürst: «Ich will, dass alle Ranger topinformiert sind – und zwar in allen Bereichen.»

Für den Chefranger ist hier explizit nicht nur der Bereich Natur mit den Spezialgebieten Fische, Vögel, weitere Fauna und Flora gemeint, sondern auch Geschichte, Tourismus, Schifffahrt und so weiter. «Wir müssen Antworten haben auf die Frage von Passanten: Wann führt das nächste Kursschiff, wann der nächste Zug? Wo ist das nächste WC, wo der nächste Robidog?»

Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, absolvieren die Ranger seit letztem Freitag in stets anders zusammengesetzten Zweiergruppen Patrouillengänge rund um den See und können so auch ihr jeweiliges Spezialwissen austauschen.

Positive erste Erfahrungen

Die ersten Erfahrungen «an einem eher ruhigen Wochenende» waren laut Fürst positiv. Bereits wurden fehlbare Passanten auf die Hundeleinenpflicht und das Velofahrverbot entlang dem Ufer aufmerksam gemacht.

Am 31.Juli, dem Internationalen Rangertag, ist am See eine Standaktion vorgesehen.

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