Birrwil
Die «Goldene Wand» in Birrwil wird mit 56 neuen Mietwohnungen überbaut

Die Kantonale Pensionskasse Solothurn baut am Hang oberhalb der Seetalbahn 9 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 56 Wohnungen. Birrwil erhält damit einen Bevölkerungsschub.

Pascal Meier
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Blick in die Zukunft: In Birrwil entstehen am Hang oberhalb der Seetalbahn fünf Mehrfamilienhäuser und vier Terrassenhäuser mit insgesamt 56 Wohnungen.

Blick in die Zukunft: In Birrwil entstehen am Hang oberhalb der Seetalbahn fünf Mehrfamilienhäuser und vier Terrassenhäuser mit insgesamt 56 Wohnungen.

Zur Verfügung gestellt

Längst steht Birrwil nicht mehr auf der Schattenseite des Seetals, wie es manchmal in den von Abendsonne verwöhnten Gemeinden ennet des Hallwilersees mitleidig heisst. Was die Bautätigkeit angeht, wittert auch Birrwil immer mehr Morgenluft. Von einem Bauboom wie in Seengen zu sprechen wäre zwar vermessen, dennoch wird in Birrwil seit zwei Jahren spürbar mehr gebaut. «Bei uns gibt es noch Seesicht bei Quadratmeterpreisen um 300 Franken», sagt Frau Gemeindeammann Barbara Buhofer. Zudem glänze die Gemeinde mit einem Steuerfuss von 100 Prozent und sei gut erschlossen.

Dieses Potenzial hat auch die Kantonale Pensionskasse Solothurn entdeckt. Auf dem Areal der «Goldenen Wand» baut diese derzeit fünf Mehrfamilien mit insgesamt 40 Wohnungen sowie vier Terrassenhäuser mit je 4 Wohneinheiten. Damit erhält Birrwil 56 neue Mietwohnungen am Hang zwischen Seetalbahn und Unterer Wannenstrasse, bezugsbereit zwischen Sommer 2014 und Frühling 2015. Der Gemeinderat rechnet, dass die Bevölkerung durch die Überbauung sowie weiterer Projekte bis 2014 auf 1100 Einwohner steigt. Derzeit sind knapp 1000 Personen in Birrwil angemeldet.

Überbauung fügt sich gut ein

Gemeindeammann Barbara Buhofer bezeichnet die Überbauung als Glücksfall: «Endlich gibt es wieder Mietwohnungen im Dorf.» Diese seien derzeit in Birrwil rar. Der Gemeinderat erhofft sich dadurch auch mehr Kinder. «Wir haben eine kleine gute Schule im Dorf und möchten diese behalten», sagt Buhofer. Die Überbauung soll denn auch Familien anziehen. Auf dem Areal entstehen zwei grosse Spielplätze. Angestrebt wird jedoch eine gute Durchmischung. «Alt und Jung sollen sich hier begegnen.» In den Attikageschossen sind auch Alterswohnungen geplant.

Spürbaren Widerstand gegen die grosse Überbauung, die in einer Wohnzone mit Sondernutzungsplanpflicht liegt, gab es nicht. Die Einwohnergemeinde selbst konnte Bauland verkaufen, das nun mitüberbaut wird.

Auch soll sich das Projekt trotz der Dimension und markanten Architektur ins Dorf einfügen. Der Raum zwischen den Mehrfamilienhäusern wird von Hochstamm-Obstbäumen begrünt und soll mit einem feinmaschigen Netz an Fusswegen durchzogen werden.