Gemeindeversammlung

Die Gmeinden von gestern: Birrwil sagt Nein zur Melioration

Kirche von Birrwil.

Kirche Birrwil

Kirche von Birrwil.

In Ammerswil und in Rupperswil fand am Freitagabend die Sommergmeind statt. In Birrwil ging es in einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung um ein einziges Traktandum. So haben die Stimmbürger entschieden:

Ammerswiler Gemeinderäte erhalten mehr Geld

Die fünf Gemeinderäte erhalten ab der kommenden Legislaturperiode eine höhere Entschädigung ausbezahlt: Gemeindeammann 15 000 Franken (+ 3000), Vizeammann 9000 Franken (+ 500) und Gemeinderäte je 8000 Franken (+ 500) pro Jahr. Die 42 anwesenden von 473 Stimmberechtigten bewilligten den Zusatzkredit von 400 000 Franken für die Kanalisationsleitung an der Zihlrainstrasse. Die vor drei Jahren gesprochenen 1,6 Mio. Franken reichen wegen eines Planungsfehlers nicht aus. Alle übrigen Traktanden wurden ebenfalls genehmigt. Darunter 50 000 Franken für den Ersatz der Sauberwasserleitung unter dem Gebäude Nr. 95. 

Rupperswil verkleinert die Schulpflege

Die Rupperswiler Schulpflege hat inskünftig nur noch drei Mitglieder. Die Stimmbürger (anwesend waren 94 von 3406 Stimmberechtigten) sagten Ja zur entsprechenden Änderung der Gemeindeordnung. Darüber hinaus erhält der Gemeinderat neu die Kompetenz, Landgeschäfte im Umfang von 2 Millionen Franken (bisher 1,5 Millionen Franken) zu tätigen. Auch die übrigen Traktanden wurden gutgeheissen: 1,23 Millionen Franken für die Sanierung der Werkleitungen am Stationsrain, 215 000 Franken für die Anschaffung eines neuen Kommunalfahrzeugs anstelle des heutigen 16-jährigen Gefährts sowie die Jahresrechnung 2016.

Birrwil schickt Melioration bachab

Ob die Birrwiler die arg zersplitterte Landwirtschaftszone mit einer sogenannten Modernen Melioration neu strukturieren werden, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung, an welcher 218 von 904 Stimmbürgern teilnahmen, wurde lange intensiv und engagiert diskutiert. Fakt ist: Die rund 200 Hektaren Land sind heute in 1270 Parzellen aufgesplittet. Geplant wäre, die Parzellen neu zu definieren und wo nötig zu grösseren Einheiten zusammenzuführen. Dafür hatte der Gemeinderat einen Gemeindebeitrag von 1,35 Mio. Franken beantragt. Das Gesamtprojekt kostet 5,75 Mio. Franken.

Kurz vor Mitternacht wurde das in einer geheimen Abstimmung entschiedene Geschäft mit 157 zu 54 Stimmen deutlich bachab geschickt. Der Beschluss ist abschliessend und damit rechtskräftig.  

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