Lenzburg

Die Generation der Senioren fehlte am Spieltag

Am Spielplausch für alle Generationen wurde am Samstagnachmittag Tischfussball, Memory und Schach gespielt sowie gejasst.

Am meisten Spielfreudige hatten sich fürs Töggelen angemeldet, entsprechend gingen bei diesem Turnier die Emotionen hoch, kein Tor wurde dem Gegner geschenkt. Zehn Teams kämpften am Samstag beim Spielplausch um den Sieg im Töggelen.

Neben dem Töggelen war Memory sehr beliebt. Fürs Jassen und Schach hatten sich hingegen nur wenige Spieler angemeldet. Beim Schach versuchte sich der 11-jährige Basil Zimmerli. «Schachspielen macht mir im Moment am meisten Spass, obwohl es schwierig ist, insbesondere, weil wir auf Zeit spielen», sagt er.

Eingeladen waren zum Spielnachmittag alle Generationen, von jung bis alt, um sich beim Spiel kennenzulernen und auszutauschen. Das Bild in die Runde zeigte allerdings, dass vor allem viele Familien gekommen waren und Mitglieder der Eltern-Organisation Insieme.

Weniger Teilnehmer als erwartet

«Obwohl wir Werbung gemacht haben, sind nicht viele Ältere gekommen», bedauert Heidi Schatzmann, Stellenleiterin bei Pro Senectute Bezirk Lenzburg. Sie hätte sich gewünscht, dass sich die Generationen an diesem Spielnachmittag stärker durchmischen.

Die Idee, etwas über die Generationengrenzen hinaus zu organisieren, kam von den Jugendarbeitern. «Wir sind bei den anderen Organisationen auf offene Ohren gestossen, so dass viele Ressourcen zusammenkamen», sagt Kathrin Wohlgemuth. Obwohl die Stimmung bei den Spielern gut sei, zeigte sie sich etwas enttäuscht über die Resonanz: «Gekommen sind rund 40 Spieler. 20 bis 30 mehr hätten den Spielen gut getan.»

Das findet auch Bernard Sommer, der mit seinen zwei Kindern gekommen ist. Er fügt an: «In der Schweiz wird zu wenig generationenübergreifen gemacht. Gerade beim Spielen ist das Alter unwichtig.»

Ob der Spielplausch wiederholt wird, lassen die Organisatoren noch offen. Ausgewertet werde in einer Woche. Für Heidi Schatzmann ist aber klar: «Die Idee des Generationennachmittags ist bestechend. Es braucht aber vielleicht ein bis zweimal, bis er sich herumspricht.»

Und vielleicht sei auch das sonnige Wetter Schuld an der tiefen Teilnehmerzahl, weil die Leute nach den vielen kühlen Tagen lieber nach draussen wollten, statt drinnen Spiele zu spielen.

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