Möriken-Wildegg

Die erste RBL-Haltestelle wurde mit Solarbeleuchtung ausgerüstet

Nachts kann der Fahrplan beleuchtet werden.

Nachts kann der Fahrplan beleuchtet werden.

Für die Installation der ersten Solarbeleuchtung auf dem Netz des Regionalbus Lenzburg (RBL) wurde die abgelegene und von keiner Strassenlampe beleuchtete Haltestelle «Schloss Wildegg» gewählt. Vorläufig sind 16 «Solar-Haltestellen» geplant.

«Wir bemühen uns, die Dienstleistungen für unsere Kunden ständig zu verbessern», erläutert Betriebsleiter René Bossard die Gründe für die neueste Innovation beim RBL. «Dazu gehört, dass die Haltestellen besser, also angenehmer und sicherer gestaltet werden.»

Zusammen mit den Gemeinden, die vom RBL bedient werden, hat der zuständige Projektleiter Urs Lüscher eine Bestandsaufnahme erstellt mit dem Ziel, herauszufinden, wo sich Verbesserungen aufdrängen.

Sicherheit für dunkle Haltestellen

Als erste Massnahme wurde beschlossen, die abseits und ausserhalb der Strassenbeleuchtung stehenden Haltestellen zu beleuchten. Da es dort jedoch meistens keinen Strom gibt und eine Zuleitung unverhältnismässig teuer zu stehen käme, hat man sich schliesslich für die Solarlösung entschieden.

Bekräftigt wurde man in diesem Entschluss durch die Tatsache, dass die Rottal Auto AG im Kanton Luzern mit dieser Lösung gute Erfahrungen gemacht hat. Dort sind seit August letzten Jahres rund 25 Prozent der Haltestellen mit Solarbeleuchtung ausgerüstet.

16 Anlagen geplant

Vorläufig sind 16 Haltestellen mit Solarbeleuchtung geplant. «Weitere werden folgen, wenn erst einmal das Interesse der Gemeinden geweckt ist», gibt sich Betriebsleiter Bossard zuversichtlich.

An der ersten Anlage bei der Haltestelle «Schloss Wildegg» erklärt er die Funktionsweise: Mit Druck auf einen roten Leuchtknopf unterhalb des Fahrplans wird die Beleuchtung aktiviert. LED-Lampen beleuchten das Haltestellen-Schild und den Fahrplan, der nun auch nachts lesbar ist.

Um die Batterien zu schonen, löscht das Licht nach 8 Minuten automatisch. Für die Buspassagiere bringt die Beleuchtung der dunklen Haltestellen mehr Sicherheit. «Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Buschauffeur schon von weitem sieht, dass her jemand einsteigen will» führt Bossard aus.

Die Kosten belaufen sich auf 1900 Franken pro Anlage; daran leistet die Gemeinde einen Beitrag von 750 Franken.

Für das Bänklein neben der Haltestelle sei aber nicht der RBL zuständig, so Bossard weiter. «Die Umgebung der Haltestellen liegt in der Verantwortung der Gemeinden. Sie stellen je nach Standort und Bedarf Bänke oder Veloständer auf.»

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