Hendschiken

Die einzige Bio-Safran-Farm der Welt liegt im Aargau – und das eigentlich nur wegen einer Tragödie

Bio-Safran aus Hendschiken

Bio-Safran aus Hendschiken

In Hendschiken bewirtschaftet Silvia Bossard die einzige Bio-Safran-Farm der Welt. Nach einem Schicksalsschlag vor 15 Jahren sucht sie eine neue Herausforderung und pflanzt Krokus an. Die Safran-Ernte ist eine unglaublich aufwendige Handarbeit.

Man nennt es auch rotes Gold: Safran ist das teuerste Gewürz der Welt und hat seine Wurzeln in Asien. Doch auch im Aargau ist er inzwischen «heimisch». Genauer auf dem Landwirtschaftsland von Silvia Bossard in Hendschiken

Die Quereinsteigerin baut hier auf dem ehemaligen kleinen Bauernhof ihres Vaters seit 2007 Krokus zur Safran-Gewinnung an. «Ich suchte nach einer Nische, da die Fläche des Hofes eher klein ist. Und so bin ich auf Safran gestossen.» 

Schicksalsschlag steht am Anfang

Heute ist der Safran ihre Leidenschaft, doch Schuld an ihrem Quereinstieg ins Safran-Business ist ein tragisches Ereignis im Jahr 2004. Sie weilt zusammen mit ihrem Mann in den Ferien in Neuseeland. Bei einem Rundflug kommt es zum Unglück – das Kleinflugzeug gerät in ein Unwetter und stürzt ab. Silvia Bossard überlebt schwer verletzt, ihr Mann ertrinkt im Meer.

Nach einem langen Aufenthalt im Paraplegiker-Zentrum in Nottwil – Bossard ist noch heute inkomplett querschnittgelähmt – beginnt sie 2007 mit 15'000 Knollen die Safranproduktion in Hendschiken. Heute pflückt sie mit ihren Mitarbeiterinnen die Blüten von über einer halben Million Knollen – wohl gesagt, alles in Handarbeit. «Es ist der einzige Bio-Safran und kann qualitativ mit den internationalen aus Iran und Spanien sehr gut mithalten.»

TeleZüri hat Bosshard im Rahmen ihrer vierteiligen Serie «Heimisch exotisch» besucht (siehe Video ganz oben).

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