Möriken-Wildegg
Die bösesten Möriker liessen sich feiern

Das Dorf feierte seine zwei eidgenössischen Kranzschwinger Mario und Guido Thürig und erhielt dazu regierungsrätlichen Besuch. Für den älteren der Beiden war es sogleich der Abschied vom Aktivsport.

Wolfgang Rytz
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Für Landammann Alex Hürzeler sind Guido (links) und Mario Thürig (rechts) sportliche Vorbilder und Aushängeschilder für den Aargau. WR

Für Landammann Alex Hürzeler sind Guido (links) und Mario Thürig (rechts) sportliche Vorbilder und Aushängeschilder für den Aargau. WR

Wenn ein Helikopter die Hauptdarsteller einfliegt, dann muss es sich um gewichtige Leute handeln. So dachte auch der Schwingklub Lenzburg und organisierte für die Gebrüder Guido und Mario Thürig einen Flug von Buttwil nach Möriken.

Anlass dazu gaben zwei Meilensteine in der Karriere der beiden «bösesten» Möriker. Mario Thürig hat am Schwingfest in Burgdorf seinen vierten eidgenössischen Kranz gewonnen, sein Bruder Guido beendet seine erfolgreiche Karriere.

Würdige Feier

Entsprechend formierte sich eine grosse Dorf- und Schwingergemeinde auf dem Schulhausplatz zu einer würdigen Feier.

Auch der Aargauer Sportminister und Landammann Alex Hürzeler gesellte sich dazu. «Ich bin stolz auf euch Schwinger», lobte er die «Thürig-Brothers», wie sie gemeinhin in Schwingerkreisen genannt werden. «Ihr könnt ein Umfeld begeistern und seid im Aargau Vorbilder und Aushängeschilder.»

Aargauer Schwingerszene geprägt

Mörikens Gemeinderat Josef Niederberger ging auf die Tradition, Einfachheit und Fairness des Schwingsportes ein und gratulierte den Thürig-Gebrüdern für ihre «sensationellen Erfolge».

Markus Birchmeier, Präsident des Aargauer Schwingerverbandes und ebenfalls eidgenössischer Kranzschwinger, blickte in seine Aktivzeit zurück. Mit neckischen Episoden erinnerte er den Aufstieg der damals jungen Thürigs.

Die Ehrung von Mario für seinen vierten eidgenössischen Kranz erntete ebenso viel Applaus wie die Würdigung von Guido für seine eindrückliche Karriere.

Beide haben in den letzten Jahren (Aargauer) Schwingergeschichte geschrieben. Mario strebt 2016 in Estavayer nochmals Eichenlaub an.

Bei Guido, der inzwischen in Rickenbach LU wohnt, rückt die Familie ins Zentrum, wobei sich parallel dazu eine schwingerische Funktionärskarriere anbahnt.

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