Leutwil
Die Bilanz der Jungen: «Es isch cool gsii!»

Erstmals wurde am Jugendfest kein Umzug durchgeführt. Die Organisatoren setzten jedoch alle Hebel in Bewegung. Postenläufe mit tollen Preisen, Schülerdisco, Fahnenschwingen, mit dem Feuerwehrschlauch löschen oder Streichelzoo gabs für die Kids.

Brigitte Widmer
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Ponyreiten war eine von vielen Attraktionen
13 Bilder
Das Jugendfestwetter gab Durst
Behördenapéro mit Vertreter aus fünf weiteren Gemeinden
Jugendfest Leutwil
Das Säulirennen als besondere Attraktion
Treichelklänge läuteten das Jugendfest ein
Zehn Mannen kamen nach Leutwil
Andrang im Chueche-Gärtli der Trachtengruppe
Die Laternen versprachen einen besinnlichen Lichterzauber
Zum Festbeginn liessen die Lüüpuer bunte Ballons steigen
Die Fahnenschwinger-Vereinigung Nordwestschweiz zeigte dem Nachwuchs das Brauchtum
Gabentisch bei Preisverleihung Postenlauf
Eine alte Feuerwehrspritze war der Hit

Ponyreiten war eine von vielen Attraktionen

Brigitte Widmer

Stimmungsvoller hätte das Jugendfest in Leutwil nicht beginnen können. Am Freitagabend wurde es mit Treichelklängen eingeläutet. Erwartet wurden von den Organisatoren drei Mannen, erschienen sind deren zehn! Von der Gemeindeschüür, der alten Sagi und der Birrwilerstrasse trafen sie mit ihren schweren gehämmerten Blechen in der Arena des Schulhauses ein. «Lüüpuer», Kinder wie Erwachsene, applaudierten begeistert.

Gemeinderätin Therese Hirt begrüsste die Einwohner in einer sympathischen kurzen Ansprache. Dabei wurde sie von den Schülern Robert Jashari und Simon Fuchs tatkräftig unterstützt. Dann gings richtig los: Festlich spielte die Musikgesellschaft auf, und den Kindern wurden Ballons verteilt. Auf Kommando wurde der stahlblaue Himmel über Leutwil mit farbigen Punkten übersät.

Dem Fest die Ehre gaben sich ebenfalls Vertreter der Gemeinden Boniswil, Hallwil, Dürrenäsch, Seengen und Zetzwil. Beim Behörden-Apéro tauschten sich die Besucher rege mit den Einheimischen aus. Die Kinder warteten bereits gespannt auf die Eröffnung des Festbetriebs. Dass die kleine Gemeinde einen Lunapark organisierte, zeigt, wie sehr ihr das Vergnügen der Kinder am Herzen liegt.

Für das leibliche Wohl sorgte ein reichliches Angebot an Beizen. Im Vorfeld waren die zehn aktiven Dorfvereine angefragt worden. Gleich sieben davon eröffneten im 750 Einwohner-Dorf ihr kleineres oder grösseres Restaurant.

Erstmals wurde am Jugendfest kein Umzug durchgeführt. Die Organisatoren setzten jedoch alle Hebel in Bewegung. Postenläufe mit tollen Preisen, Schülerdisco, Fahnenschwingen, mit dem Feuerwehrschlauch löschen oder Streichelzoo – all das wurde von den Mädchen und Buben gern besucht oder ausprobiert. Die Ponys Nora, Fialli und Giel wurden fast pausenlos gestreichelt und geritten.

Der heimliche Renner am Fest waren jedoch die Säulirennen. Am Start rannten Engeli, Speey Gonzales, Magic oder Argovia Süd unter dem Applaus der Zuschauer um die Wette. Auf dem Rückweg spurteten viele der Kinder den Schweinchen auf der Rennbahn hinterher.

Das Fest war gespickt von Überraschungen. Dass dabei auch ruhige Momente, wie der leise und besinnliche Lichterzauber, eingeflochten wurden, machte es noch sympathischer.