In seiner Begrüssung erwähnte Rektor Ruedi Suter die wirtschaftliche Dimension der BSL: 233 Mitarbeiter schaffen Rahmenbedingungen für 2500 Berufsschüler und 1200 Weiterbildungsteilnehmer. Der jährliche Gesamtaufwand liegt bei 21,5 Mio.. Trotzdem sind die gut 6 Mio. für die Sanierung des Schultraktes eine grosse Kiste.

Aus der ursprünglich geplanten Fassadenrenovation wurde eine umfangreiche Sanierung der technischen Anlagen, die nicht für ein besseren Raumklima in den Schulzimmern, sondern auch für eine massive Reduktion des Energieverbrauchs sorgt, wie Architekt Philipp Husistein ausführte.

Augenfälligstes Merkmal der sonst weitgehend unsichtbaren Erneuerung ist das Farbkonzept (az vom 12. März). Von der positiven Frische der gewählten Farbtöne und -kombinationen konnten sich rund 100 geladene Gäste auf ihrem Rundgang überzeugen.

In seiner Rede kam Schulvorstandspräsident Markus Möhl auf eine weitere Besonderheit des Projekts zu sprechen: Weil der Schulbetrieb nicht unterbrochen werden durfte, konzentrierten sich die Hauptarbeiten auf die Schulferien: «In 6 Wochen haben wir 6 Millionen verbaut», übertrieb er ein wenig.

Ernst war es ihm aber bei der Würdigung der Stadt Lenzburg als verlässlicher Partner. Der formelle Eigentümer der Berufsschulgebäude zeige sich stets aufgeschlossen gegenüber den Bedürfnissen der BSL: «Unsere Schule steht in der richtigen Stadt», so Möhl.

Stadtammann Daniel Mosimann gab die verbalen Blumen umgehend zurück, als er das Engagement von Schulleitung und -führung, gerade auf dem politischen Parkett, hervorstrich: «Die Berufsschule Lenzburg ist ein guter Botschafter unserer Stadt.»