Lenzburg-Seetal
Die Beerdigung des Repla Lenzburg-Seetal mit kleinem Misston

An der letzten Vorstandssitzung in Hendschiken wurde der Regionalplanungsverband Lenzburg-Seetal liquidiert. Die 25 Gemeinden umfassende Repla geht in der Organisation «Lebensraum Lenzburg Seetal» auf.

Fritz Thut
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Anstossen auf das Ende des Regionalplanungsverbandes Lenzburg-Seetal mit Vizepräsident Heinz Bürki, Präsidentin Gabi Lauper und «Lebensraum»-Präsident Daniel Mosimann. tf

Anstossen auf das Ende des Regionalplanungsverbandes Lenzburg-Seetal mit Vizepräsident Heinz Bürki, Präsidentin Gabi Lauper und «Lebensraum»-Präsident Daniel Mosimann. tf

Fritz Thut

Nach nur gerade sieben Jahren wurde der Regionalplanungsverband (Repla) Lenzburg-Seetal an der letzten Vorstandssitzung aufgelöst. Die 25 Gemeinden umfassende Repla geht in der Organisation «Lebensraum Lenzburg Seetal» auf, der das Restvermögen von rund 86'000 Franken als Startkapital überwiesen wird.

Vor der eigentlichen Liquidation der im März 2006 aus der Fusion der vorher eigenständigen Regionalplanungsverbände Seetal und Lenzburg und Umgebung hervorgegangen Repla Lenzburg-Seetal, nahmen die Delegierten Kenntnis vom letzten Jahresbericht und der Jahresrechnung.

Wegen geringeren Aufwendungen in verschiedenen Bereichen weist die letzte Abrechnung eine Vermögenszunahme von rund 44'000 Franken auf. Vom Bankschlusssaldo von fast 91'000 Franken gehen noch 5400 Franken an die drei Gemeinden Dürrenäsch, Leutwil und Mägenwil, die beim «Lebensraum» nicht Mitglied sind.

Für den Rangerdienst Hallwilersee, der 2013 in sein drittes und letztes Jahr der Pilotphase geht, verbleibt gegenüber der Repla und der Nachfolgeorganisation eine Restschuld von 15'000 Franken, die heuer beglichen wird. Für die langfristigere Fortführung des Info- und Aufsichtsdienstes ab 2014 soll ein Trägerverein gegründet werden.

Bevor die Repla ohne Gegenstimme liquidiert wurde, entbrannte noch eine Diskussion über einen Beitrag aus der Repla-Kasse an das Pro-Komitee der Abstimmung über den Ausbau des Neuhof-Knotens.

«Dieser Beitrag war nicht rechtens, weil er nicht durch den Repla-Vorstand beschlossen wurde», so der Seenger Vizeammann Matthias Häusermann.

Der Beitrag wurde im Januar an einer Zusammenkunft der Gemeindeammänner, zu der offensichtlich nicht einmal alle Gemeinden eingeladen waren und auf deren Traktandenliste dieses Geschäft fehlte, behandelt.

Andere Redner schlossen sich Seengen an, doch «eine Aufarbeitung bringt nichts mehr», so Matthias Räber (Beinwil am See).

Präsidentin Lauper räumte «gewisse Fehler in der Übergangszeit» ein, rief jedoch dazu auf, nach vorn zu schauen: «Dieses Vorkommnis zeigt, dass wir auf professionellere Strukturen angewiesen sind.»

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