Auf den Flüssen und Seen in der Region kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen. So zuletzt am Donnerstag bei Bellach, als ein Kursschiff der Bielersee Schiffahrtsgesellschaft (BSG) mit einem Ruderboot zusammenstiess.

Auch auf dem Hallwilersee müssen Bootskapitäne äusserst wachsam sein. Erst recht, wenn sich wie an diesem Samstag bei schönem Wetter Schwimmer, Segler, Padler und Freizeitkapitäne auf und in dem See tummeln. «Wir müssen alles beobachten, damit auch wirklich nichts passiert», sagt Ueli Haller, Kursschiff-Kapitän und Geschäftsführer der Schiffahrtsgesellschaft Hallwilersee, gegenüber Tele M1.

Auf dem See hat das Kursschiff eigentlich Vortritt. Dennoch weiss Halller nie, ob er nicht doch im letzten Moment noch ausweichen muss. «Das Risiko ist höher, wenn die Leute ausserhalb des Schutzbereichs schwimmen», sagt der Kapitän und deutet auf einige Schwimmer vor dem Bug des Schiffs.

Wer ausserhalb der markierten Zone schwimmt, dem empfiehlt Ueli Haller, eine bunte Badekappe zu tragen und möglichst nicht alleine zu schwimmen. Als Schiffskapitän hingegen macht er andere See-Benutzer mit dem lauten Schiffshorn auf sich aufmerksam.

Nicht alle Schwimmer reagieren jedoch darauf. Viele vertrauen auf die Achtsamkeit der Bootsführer und ignorieren das weit herum hörbare Warnsignal, «Es wird einfach weitergeschwommen», so Haller.

Wie zum Beweis dreht ein Schwimmer im letzten Moment ab, bevor sein Kurs sich mit jenem des tonnenschweren Passagierschiffs kreuzt. «Sonst hätte ich stoppen müssen», sagt der Kapitän. Vortritt hin oder her – die Sicherheit auf dem See geht vor. 

Trotz Ferienstimmung am See: Kapitän Haller wünscht sich manchmal, dass die See-Besucher ein bisschen wachsamer wären. (cze)