Lenzburg
Der Steinzeit-Apfelbaum in der Burghalde

Was Steinzeit-Menschen vor 5000 Jahren am Bielersee pflanzten, blüht nun im Garten des Burghalden-Museums in Lenzburg. Der kleine Apfelbaum mit der grossen Vergangenheit ist eine Züchtung des Experimental-Archäologen Max Zurbuchen.

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Der aus 5000-jährigen Apfelkernen gewachsene Baum steht bei der Urgeschichtswerkstatt im Museum Burghalde

Der aus 5000-jährigen Apfelkernen gewachsene Baum steht bei der Urgeschichtswerkstatt im Museum Burghalde

Aargauer Zeitung

Max Zurbuchen hat die Wildapfelkerne bei einer Ausgrabung gerettet, und es ist ihm gelungen, einige Früchte tragende Exemplare in vierter Generation heranzuziehen.

Der Urapfelbaum hat also eine eindeutig nachgewiesene Biografie von fünf Jahrtausenden. Andere Objekte des Museums Burghalde allerdings haben keine Geschichte. Am Internationalen Museumstag vom Sonntag, 15. Mai, besteht nun die Gelegenheit, Sammlungsbetreuerin Isabelle Böhmler bei der Identifizierung und Datierung und damit der Inventarisierung geschichtsloser Gegenstände zu helfen.

Lenzburgerinnen und Lenzburger und alle Interessierten sind aufgerufen, von 11 bis 17 Uhr ihre historischen Kenntnisse und Erinnerungen anzubringen. Was wo wofür gebraucht wurde, Herkunft und Standorte sind für das Stadtmuseum von grösster Wichtigkeit. Eine spannende Detektivarbeit, bei der auch Hand angelegt werden darf. (HH.)