Seetal
Der «Seetaler» wird zur Ausflugs-Bahn – so wollen die SBB den regionalen Tourismus fördern

Die SBB wollen mehr Passagiere ausserhalb der Rushhour befördern. Ein weiteres Ziel ist zudem die verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern wie RailAway und Seetal Tourismus.

Michael Küng
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Beliebt bei Pendlern, Geheimtipp bei Touristen: Der Seetaler.

Beliebt bei Pendlern, Geheimtipp bei Touristen: Der Seetaler.

E.T. STUDHALTER/archiv

Die SBB planen eine breit angelegte Marketing-Kampagne für die Seetalbahn, um den regionalen Tourismus zu fördern (Lesen Sie hier). «Unser Ziel ist es, auf der Strecke der S9 von Luzern nach Lenzburg die Frequenzen im Regionalverkehr zu steigern», sagt Mediensprecher Oli Dischoe.

Die Züge seien zu Hauptverkehrszeiten gut ausgelastet, deshalb setzen die SBB den Fokus auf die Nebenverkehrszeiten, also auf den Freizeitbereich. «Weitere Ziele sind die Vertiefung der Zusammenarbeit mit Seetal Tourismus, die Positionierung der S9 als Zubringer zu den vielen Freizeiterlebnissen und die Bewirkung von spontanen Ausflugsentscheidungen», erklärt Dischoe.

Für die Umsetzung der dazu geplanten Massnahmen sucht die Bahn die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern, darunter auch RailAway und Seetal Tourismus.

Dieses Jahr werden das Seetal und seine Bahn an verschiedenen Orten in der Schweiz auf Info-Bildschirmen in Bahnhöfen, Postern in Zügen und verschiedenen Email-Aktionen auftauchen. Dazu werden aktualisierte Freizeitkarten in Umlauf gebracht, die etwa über die Velorouten im Tal informieren.

Weitere Aktionen sind noch in Arbeit. «Das Seetal bietet mit seiner Vielfalt und den zahlreichen Freizeitangeboten eine ideale Plattform», schliesst Sprecher Dischoe.

Ein Bahnhof verliert Kunden

Mit zwei Ausnahmen konnten zwischen 2014 und 2016 alle Bahnhöfe der Seetalbahn mehr Passagiere verzeichnen. Einzig in Boniswil-Seengen ist es zu einem Rückgang gekommen: Der tägliche Verkehr sank von 320 auf 300 Personen (minus 6 Prozent) und der werktägliche von 360 auf 340 Personen (minus 6 Prozent).

Bei der luzernischen Haltestelle Hochdorf Schönau stagnieren die Passagierzahlen, allerdings hat sich das Passagieraufkommen etwas zugunsten des Wochenendes verschoben. Die fünf Aargauer Haltestellen (ohne Lenzburg) gewannen insgesamt 50 Passagiere pro Tag.