Niederlenz
Der Radweg soll das Dorf verschönern

Entlang der ehemaligen Seetalbahnstrecke entsteht für 0,5 Mio. Franken ein neuer Fuss- und Veloweg

Markus Christen
Merken
Drucken
Teilen

Markus Christen

Vor 33 Jahren verkehrte der letzte planmässige Personenzug auf der alten SBB Seetalbahnstrecke Lenzburg - Wildegg. Vor 12 Jahren wurden die Gleisanlagen zurückgebaut und der Schotter entfernt. Später lancierte der Bund die erste Generation seiner Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung und gab darin die Umwandlung des ehemaligen Eisenbahntrassees zu einem Rad- und Gehweg in Auftrag.

Nun liegt auf der Gemeindekanzlei von Niederlenz das Baugesuch der Gemeinde zur Umsetzung dieses Projektes auf. Geplant ist der Neubau eines kombinierten Rad- und Gehwegs von 2,5 Metern Breite zwischen Dorfrain und der Gemeindegrenze zu Lenzburg. Das entsprechende Land befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Den Baukredit hat die Stimmbevölkerung bereits an der Gemeindeversammlung vom Juni 2012 gutgeheissen. Die Baukosten werden laut Planung 511 000 Franken betragen. Einen Unterstützungsbeitrag zu diesen Kosten hat der Bund zugesichert.

Autofreier Weg nach Lenzburg

«In den letzten Jahren hat sich die Natur sukzessive Teile des ehemaligen Bahntrassees auf dem Gemeindegebiet von Niederlenz zurückerobert. Das Gebiet ist stellenweise schon ganz überwuchert und sieht auch ein wenig trostlos aus», sagt Gemeinderat Anton Grob. «Der Rad- und Gehweg wird hier zu einer beträchtlichen Aufwertung des Gemeindegebiets führen. Wir wollen die Möglichkeit nutzen und mit dem Bau der Strasse zur Verschönerung des Dorfes beitragen und eine autofreie Verbindung von und nach Lenzburg herstellen.»

Bedürfnis ist da

Die Ostseite des Dorfes hat Niederlenz bereits mit einem Radweg ausgestattet, der am Altfeld entlang führt. Auch durch das westliche Gemeindegebiet zwischen der Gemeindegrenze zu Wildegg und dem Dorfrain führt schon ein Rad- und Gehweg. An diesem wohnt Gemeinderat Grob. «Ich sehe, dass die Strasse von Wanderern und Velofahrern sehr rege benützt wird und ich denke, dass das Bedürfnis vorhanden ist, den Radweg bis nach Lenzburg weiterzuführen.»

Mit der Realisierung des Bauprojektes kann frühestens sechs Monate nach Auflage des Baugesuches, die am 28. Februar endet, begonnen werden. Die Gemeinde rechnet mit einer Bauzeit von vier Monaten. Der Radweg wird den unteren Brunnrain sowie den Hammerweg kreuzen und aus Rücksicht auf die Anlieger soll das Strassenbauprojekt in Etappen umgesetzt werden. Geplant ist auch, den Radweg zwischen dem Dorfrain und dem Hammerweg mittels Kandelaber zu beleuchten.

Einsprachen gegen das Bauprojekt, das noch bis am 28. Februar aufliegt, seien bis dato beim Gemeinderat noch keine eingegangen, sagt Gemeindeschreiber Thomas Steudler auf Anfrage. Steudler ergänzt: «Diejenigen Landeigentümer, deren Grundstück an den geplanten Radweg grenzt, haben wir schriftlich über das Bauvorhaben informiert. Einige haben im Anschluss das Baugesuch auf der Kanzlei eingesehen. Ansonsten haben wir aus der Bevölkerung bisher keine Reaktionen erhalten.»