Beat Samuel Fey hat noch nie in seinem Leben ein Streethockey Match gespielt. Bloss ein paar wenige Male hat er selber zum Stock gegriffen und gegen den Ball geschlagen. Mehr nicht. Und trotzdem ist er seit der Gründung des SHC Seetal Admirals, also seit 20 Jahren mit dabei und seit 17 Jahren steht er als Präsident an der Spitze des Vereins.

Woher kommt der Antrieb, sich derart für einen Verein und eine Sportart zu engagieren, die man gar nie selber gespielt hat? «Ich habe die Passion für das Streethockey durch meinen Sohn entdeckt. Vorher kannte ich den Sport nicht einmal. Je häufiger ich Andreas jedoch an die Spiele begleitet habe, desto mehr hat mich das Streethockey fasziniert. Es ist viel Action drin und es fallen viele Tore, das gefällt mir», sagt Fey.

Vor 20 Jahren wurde der SHC Seetal Admirals gegründet. Bereits in ihrer zweiten Saison stieg die erste Mannschaft in die Nationalliga B auf. Der Erfolg lockte weitere Spieler an. Bald schon gab es eine Junioren-Equipe und eine zweite Männermannschaft. Zu den besten Zeiten führten die Admirals insgesamt vier Mannschaften, wobei das Fanionteam gar während vier Jahren in der Nationalliga A gespielt hat. «2009 haben wir mit Rang acht in der Nationalliga A unser bestes Resultat erreicht und gewannen einmal gar zu Hause gegen das Spitzenteam aus Belp mit 8:6. Das war wohl das beste Spiel unserer Vereinsgeschichte», erinnert sich Fey.

In den letzten Jahren hatte der Verein allerdings zu kämpfen. Nicht mit den Finanzen – da sind die Admirals sehr gut aufgestellt – sondern im sportlichen Bereich. Trotz der beachtlichen Erfolge auf dem Platz beendeten nach dem NLB-Meistertitel 2013 gleich mehrere langjährige Leistungsträger ihre Karriere. Von den Gründungsmitgliedern steht heute einzig noch Andreas Fey als Spieler auf dem Feld. Diese vielen Abgänge konnten bislang nicht kompensiert werden, sodass die Admirals derzeit nur noch eine Aktivmannschaft stellen, die in der 1. Liga spielt. Und auch bei den Junioren sieht es alles andere als rosig aus. Seit längerem haben die Admirals kein eigenes Nachwuchsteam mehr. «Diese Entwicklung schmerzt und es ist frustrierend, weil wir viel versucht haben, aber keinen Erfolg hatten. Die Konkurrenz anderer Sportvereine wurde in den letzten Jahren grösser und Lenzburg sowie das Seetal sind halt nun mal kein Hockeypflaster», so Fey.

Neues Führungsduo

Um den Verein für die Zukunft und die damit verbundenen Herausforderungen zu rüsten, hat sich das langjährige Führungsduo Beat Fey und Georg Notter (Vizepräsident) entschieden, sein Amt niederzulegen. «Georg und ich haben über Jahre viel für den Verein gemacht. Jetzt ist es Zeit für neue Kräfte mit neuen Ideen», begründet Fey den Entscheid. Bei der 20-Jahr-Jubiläumsfeier der Seetal Admirals am 1. Juli wird er den Präsidentenstock seinem Nachfolger Matias Flück übergeben. Neuer Vizepräsident wird Samuel Sommerhalder. «Ich bin überzeugt, dass die beiden mit neuen Impulsen dafür sorgen werden, dass die Seetal Admirals auch in den nächsten Jahren bestehen bleiben oder gar wieder aufblühen», sagt Fey.