Seit drei Wochen gehen die 12- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schüler nach Reinach in die Oberstufe. Mit dieser Auslagerung befürchtet man in Beinwil, dass die Jungen ihren Treffpunkt verlegen und vermehrt auch ihre Freizeitaktivitäten auswärts verbringen könnten. Dieser Perspektive wollen die Behörden frühzeitig einen Riegel schieben: Man will die Jugend im Dorf behalten. Dafür sorgen soll eine offene Jugendarbeit gemeinsam mit der Gemeinde Birrwil (az vom 12. September).

Wissen, wo der Abfall hingehört

Die 12- bis 16-Jährigen gehören auf der andern Seite auch zu jener Altersgruppe, die es mit der Abfallbeseitigung nicht so genau nimmt. Doch die Frage, ob sich die Gemeinde, wenn sich die Jungen nun auswärts aufhalten, elegant ein Littering-Problem vom Leib schaffen könnte, ist für Gemeinderätin Jacqueline Widmer kein Grund auf die Jugendarbeit zu verzichten. «Es ist ja nur eine kurze Zeit, wo die Jugend etwas fahrlässig ist in Sachen Littering», sagt Widmer. Denn grundsätzlich wüssten alle, wo der Abfall hingehört, sind sie doch die bisher beste ausgebildete Generation in dieser Beziehung, ist die Gemeinderätin überzeugt.

Der öffentliche Raum, so Widmer, gehört nicht nur den Erwachsenen, ebenso dürfen ihn die Jugendlichen benutzen. Diese halten sich vor allem auf dem Sportplatz beim Schulhaus und beim Bahnhof auf. Die diskutierte offene Jugendarbeit soll gemeinsam mit den Jugendlichen nach neuen Freizeitaktivitäten suchen und diese selber organisieren. «Wir würden uns freuen, wenn sich die Jungen auch vermehrt am Dorfleben beteiligen, genau so, wie sie es am Jugendfest gemacht haben.» Dort haben sie auf eigene Initiative eine Saftbar aufgestellt, schön dekoriert und anschliessend betrieben.

Widmer ist sich bewusst: «Auch die Jugendarbeit wird Littering nicht vermeiden können, es gibt immer solche, die das Coci-Fläschli wegwerfen.» Am 15. Oktober findet eine zweite Informationsveranstaltung zur geplanten offenen Jugendarbeit in Birrwil statt.