«Ein Bäcker macht nicht nur Gipfeli. Wir wollen die ganze Vielfalt des Bäckerhandwerks aufzeigen.» Damit begründet Roger Lütolf, Geschäftsleitungsmitglied Hotel- & Gastro Union, der Berufsorganisation für die Hotellerie-, Gastro- und der Bäckerei-Konditor-Confiseur-Branche, den Wettbewerb, mit welchem der «Brot-Chef 2017» gesucht wird.

Die Anwärter auf den Titel mussten sich mit vier Aufgaben qualifizieren. In der Kategorie «Ausgebildete» schaffte Nina Lüthi aus der Region den Sprung in den finalen Wettbewerb. Die gelernte Bäckerin-Konditorin hat soeben noch die Ausbildung als Köchin im Restaurant Ochsen in Lenzburg abgeschlossen.

Das Finale geht vom 14. bis 16. September im Shoppingcenter Pilatusmarkt in Kriens LU über die Bühne. Drei Tage lang wird dort geknetet, gezöpfelt, dekoriert und gebacken. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs lautet «Typisch schweizerisch». Zum zentralen Rohstoff, den Nina Lüthi und ihr Finalgegner Simon Peter aus Lieli (LU) in ihren Backwerken verwenden, gehören die Käsesorten «Le Gruyère AOP». Damit und mit weiteren Zutaten müssen sich die Finalisten vor den strengen Augen einer Fachjury und dem interessierten Publikum in den Bereichen Spezialbrote, Kleingebäck, Catering und Schaustück beweisen. Nebst handwerklichem Geschick und Kreativität wird die Tagesform entscheidend sein. Wer hat am Finaltag das ruhigere Händchen und wer den kühleren Kopf vor Jury und Publikum? Noch dauert es einen Moment bis dahin. Vorerst sagt Nina Lüthi einzig: «Ich bin stolz auf meinen Beruf und möchte meine Leidenschaft präsentieren.»

Den Kategorie-Gewinnern winkt eine einwöchige Ferienreise nach Miami. Auch die Zweitklassierten gehen nicht leer aus: Sie dürfen für ein Wochenende in ein Luxushotel ins Wallis. (str)