Rupperswil
Der neue Kreisel als Chance: Er soll Unfälle vermeiden

Rund 2,9 Millionen Franken wird der neue Kreisel kosten. Die Gemeinde hat daran einen Beitrag von knapp einer Millionen zu bezahlen. Der Kreisel wird voraussichtlich ab 2015 gebaut und soll die Verkehrssituation am Dorfausgang entschärfen.

Isabelle Schwab
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Die aktuelle Abzweigung Auensteinerstrasse (grün gestreift) wird aufgehoben und zum Kreisel verlegt. Dort werden sich Käterlistrasse (gelb), Aarauerstrasse (West–Ost) und Auensteinerstrasse treffen. ZVG

Die aktuelle Abzweigung Auensteinerstrasse (grün gestreift) wird aufgehoben und zum Kreisel verlegt. Dort werden sich Käterlistrasse (gelb), Aarauerstrasse (West–Ost) und Auensteinerstrasse treffen. ZVG

Bodmer Bauingenieure AG

2015 soll mit dem Bau des Kreisels an der Verzweigung Käterlistrasse/Aarauerstrasse begonnen werden. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt rund 2,9 Millionen Franken, wobei Rupperswil einen Anteil von knapp einer Million bezahlen wird. Der Kanton trägt die Restkosten.

Gefährliche Verzweigung

Die Ausgangslage: Der Belag der Aarauerstrasse hat nach vierzig Jahren seine Lebensdauer mehr als erreicht. Der Asphaltbelag ist von Rissen durchzogen. «Kein schöner Anblick», sagt Projektleiter Walter Bolliger von der Sektion Kreis 1 des Baudepartements des Kantons Aargau. «Die Kantonsstrasse muss definitiv saniert werden.» Bei der Planung der Sanierung wurde abgeklärt, ob an weiteren Stellen Handlungsbedarf besteht.

Im Gespräch mit der Gemeinde wurde schnell klar: «Das ist die Chance, um die Verkehrssituation zwischen Käterlistrasse und Auensteinerstrasse zu verbessern.» Die spitzwinklige Verzweigung Richtung Auenstein sei gefährlich, sagt Bolliger. «Sie ist unübersichtlich und liegt dazu noch in einer Tempo 80 Zone.» Um das zu ändern, wird die Abzweigung aufgehoben und die Auensteinerstrasse direkt zum Dorfeingang verlegt.

Demnach treffen sich am Kreisel «Rotholz» dereinst Käterlistrasse, Auensteinerstrasse und Aarauerstrasse. Der für die Verlegung der Strasse gerodete Wald wird auf dem ehemaligen Strassenteil aufgeforstet.

Kreisel wirkt verkehrsberuhigend

«Der Kreisel wird in der Fünfzigerzone liegen», erklärt Walter Bolliger, «und da man im Normalfall nicht allzu schnell in einen Kreisel fährt, können einige zukünftige Unfälle verhindert werden.» In den letzten Jahren gab es am Dorfausgang zwar nur vier Unfälle, aber: «Jeder Unfall ist einer zu viel. Und mit dem steigenden Verkehrsaufkommen kann sich die Situation nur noch verschlimmern.»

Bau in Etappen

Der Bau des Kreisels und die Sanierung von 400 Metern Hauptstrasse werden voraussichtlich 2015 beginnen und etappenweise durchgeführt. «Eine Sperrung der Strasse ist nicht vorgesehen», sagt Bolliger.

Das Projekt lag auf den Gemeinden Rupperswil und Buchs während eines Monats auf. In dieser Zeit gingen zwei Einsprachen ein. Über deren Inhalt kann Bolliger noch keine Auskunft geben. «Bis zum Entscheid über die Einsprachen kann es noch einige Wochen dauern.» Ob die Einsprachen das Bauvorhaben verzögern, werde sich noch zeigen.