Einwohner- und erst recht Schülerzahlen sind Momentaufnahmen. Und können entsprechend schnell ändern. Dies erfährt auch Brunegg. Vor vier Jahren zählte man noch exakt zwei Dutzend Schüler und der eigene Schulstandort war gefährdet.

Inzwischen ist eine Trendwende eingetreten und im Schuljahr 2015/16 rechnet man allein mit 25 Kindergarten-Eleven. Weitere zwei Jahre später ist gemäss aktueller Prognose die gesamte Schülerzahl auf 68 angestiegen.

Mit den geplanten Überbauungen (allein 50 bis 60 Wohnungen im Gebiet Breitacker) können die Zahlen weiter ansteigen. Der Gemeinderat rechnet mit einem Potenzial von bis zu 1300 Einwohnern.

Kindergarten nicht am rechten Ort

Mit dem Wachstum muss auch die Infrastruktur mithalten. Im Bereich Schulraum hat man wegen dem Weitblick früherer Behörden gute Karten. Eigentliche Klassenzimmer bestehen genügend, doch geeignete Gruppen- und Spezialräume für die immer mehr geforderten neuzeitlichen Unterrichtsformen fehlen.

Zudem hat man erkannt, dass der 1987 zusammen mit dem Feuerwehrlokal erstellte Kindergarten vor allem bei den Aussenräumen massiv an Qualität verloren hat. Gerade angesichts der stetig wachsenden Kinderzahl gewinne der Aussenraum «zunehmend an Bedeutung».

Weil eventuell in Zukunft gemeinsame Unterrichtseinheiten von Kindergarten und den ersten zwei Klassen vorgesehen sind, macht es für den Brunegger Gemeinderat Sinn, den Kindergarten vom Feuerwehrlokal weg zu nehmen und in die bestehende Schulanlage zu integrieren.

«Eine harmonische Einheit»

Die verantwortlichen Behörden haben verschiedene Einzelmassnahmen wie Aufbauten auf das Schulhaus oder auf die Turnhalle eingehend geprüft, Vor- und Nachteile abgewogen. Als Ergebnis dieser Beurteilungen ist nun neben dem Schulhaus ein Kindergartenpavillon mit Gruppen- und Spezialräumen vorgesehen. Die Verbindung von Neu- und Altbau wird überdacht, bildet gemäss der Versammlungsvorlage «eine harmonische Einheit».

Mit der beantragten räumlichen Erweiterung werde künftig einer Schülerkapazität von gut 100 Kindern Rechnung getragen, zieht der Gemeinderat ein Fazit.

Über die künftige Verwendung der bisherigen Kindergartenräume, etwa als Mietwohnung, soll am Polit-Apéro in der zweiten Jahreshälfte orientiert werden.