Möriken-Wildegg
Der neue Freizeitplatz an der Aare soll Treffpunkt werden

Im Jubiläumsjahr will die Gemeinde Bleibendes und Nachhaltiges schaffen.

Markus Christen
Merken
Drucken
Teilen
Der neue Freizeitplatz an der Aare ist dem Verlauf der Gemeindegrenze nachgebaut. Markus Christen

Der neue Freizeitplatz an der Aare ist dem Verlauf der Gemeindegrenze nachgebaut. Markus Christen

Markus Christen

Zum 725. Geburtstag will man sich in Möriken-Wildegg jeden Monat ein spezielles Geschenk machen. Dabei ist es dem Gemeinderat ein Anliegen, mit den Aktivitäten im Verlaufe des Jubiläumsjahres auch bleibende und nachhaltige Projekte zu verwirklichen.

Deshalb ist man nun im Dorf besonders stolz über das jüngste Präsent zum Gemeindejubiläum: den Freizeitplatz an der Aare. Dieser ist nicht einfach in einem gewöhnlichen Viereck angeordnet. Der Grundriss des Platzes fällt auf: 725 Verbundsteine markieren die Gemeindegrenze. Die Zahl steht für die Anzahl Jahre. Im Zentrum steht eine Feuer- und Grillstätte. Daneben sprudelt ein Brunnen, gestaltet in der Form eines Pontonierbootes. Geschichtete Kalksteine bieten den Besuchern eine Sitzmöglichkeit.

Am Wochenende ist der neue Freizeitplatz an der Aare mit der Dorfbevölkerung feierlich eingeweiht worden. Er befindet sich vis-à-vis der ARA Langmatt, an der Flussstelle, an der die Armee früher ihre Übersetzübungen abgehalten hat. In seiner Ansprache wünschte Gemeindeammann Hans-Jürg Reinhart den künftigen Besuchern des Freizeitplatzes viele gemütliche und gesellige Stunden. «Ich hoffe, dass sich alle Generationen hier treffen, um gemeinsam zu verweilen und zu grillieren», sagte er. Bei der Gestaltung war die Landschaftskommission an vorderster Front dabei, finanziert wurde die Anlage von verschiedenen Sponsoren.

Mit den Jubiläums-Events geht es Schlag auf Schlag weiter: Am 8. April lädt die Trachtengruppe zum Eierfärben im Gemeindehaus und auf dem Yul-Brynner-Platz ein. Am 10. Juni wird ein Ausflug zum Berghaus der Gemeinde auf der Bettmeralp organisiert. Am 30. Juni und 1. Juli soll ein Beizli-Fest die Gemeinde unterhalten. Im zweiten Halbjahr geht es im gleichen Stil weiter. Unter anderem wird ein neuer Walderlebnispfad gebaut (siehe Box unten).

Walderlebnispfad Chestenberg: Jubiläum auf dem Holzweg

Zum 725-Jahr-Jubiläum tut sich was im Wald: Die Forstkommission will zusammen mit der Freizeitwerkstätte einen Walderlebnispfad bauen. Noch bis zum 3. April liegt das Baugesuch bei der Gemeinde auf. Der Pfad startet beim alten Forstmagazin und führt auf den bestehenden Wegen durch den Wald der Ortsbürgergemeinde am Chestenberg. Die vorgesehenen Routen sind entweder 3,75 Kilometer oder mit einer Extraschlaufe 4,75 Kilometer lang. An zwölf verschiedenen Posten soll der Wald in seiner Vielfalt gezeigt werden, zu den Themen gehören zum Beispiel Brennholz, Wasser im Wald und die Jagd. Der Pfad soll vor allem junge Eltern und Kinder für den Wald sensibilisieren, heisst es im Baugesuch.

Jeder der zwölf Posten ist mit einem Holzpfosten ausgestattet und wird sich mit einem separaten Waldthema beschäftigen. Die Pfosten sollen farbig angemalt werden. Mit einem Kippmechanismus können sie aufgeklappt werden und geben so einen Text zum Postenthema preis. Beim Jagdposten zeigen lebensgrosse Tiersilhouetten, wer im Wald wohnt. Die Kosten für den Walderlebnispfad werden auf maximal 30 000 Franken geschätzt. Ein Teil davon wird von der Freizeitwerkstätte übernommen, für den Rest werden Sponsoren gesucht. Soweit möglich, wird sich die Freizeitwerkstätte auch um die Arbeiten kümmern: Das Anmalen der Pfosten wird als Kurs ausgeschrieben, die Montage soll an einem Waldtag durchgeführt werden. Komplexere Posten werden einem Förster in Auftrag gegeben. Der nötige Unterhalt kann an einem Waldarbeitstag oder durch Freiwillige erfolgen. (JGL)