Meisterschwanden-Fahrwangen
Der Nachfolger von Pfarrer Philipp Nanz ist gewählt

Frédéric Légeret wird ab Augst in der Reformierten Kirchgemeinde Meisterschwanden-Fahrwangen tätig sein.

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Einstimmig gewählt: Pfarrer Frédéric Légeret.

Einstimmig gewählt: Pfarrer Frédéric Légeret.

zvg

Ein ungewohnt, lang anhaltender Applaus toste durch die Kirche, als das Wahlresultat ­verkündet wurde. Eben war Pfarrer Frédéric Légeret an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung zum neuen Pfarrer in der Reformierten Kirchgemeinde Meisterschwan­den-Fahrwangen gewählt worden. Ohne Gegenstimme. Er wird ab August die Stelle von Pfarrer Philipp Nanz übernehmen, der altershalber Ende April seine Tätigkeit beendet.

Erst ab Mitte 30 Theologie studiert

Vor der Wahl gab Pfarrer Légeret einige Einblicke in seinen Werdegang. Mit Westschweizer Wurzeln, sein Name verrät es, ist er in Villigen aufgewachsen; seine Familie dann zog nach zehn Jahren an den Zürichsee. Sein Weg führte ihn nicht direkt zum Theologiestudium. Nach einer Suchphase bildete er sich in soziokultureller Animation aus, war darauf sieben Jahren Jugendarbeiter und Sozialdiakon in Dübendorf ZH, bevor er – schon Mitte 30 – das Theologiestudium anpackte. «Eigentlich hatte ich schon in Teenager-Jahren den Wunsch, Theologie zu studieren, aber ich schob es vor mir her, es schien mir zu aufwendig», sagt er heute. Nach seiner Ordination im Jahr 2019 ist er jetzt als Stellvertreter in der Kirchgemeinde Wädenswil ZH tätig.

Familie mit drei Kindern

Für die Pfarrstelle in Meisterschwanden interessierte er sich, weil Christian Baumgartner, Jugendarbeiter in Leimbach und selber ein Meisterschwandner, ihn auf das Stelleninserat hinwies und weil Inserat wie auch der ganze Bewerbungsprozess ganz anders rüber kamen. «Mir ist das Team wichtig, und hier habe ich einen coolen Groove erlebt», sagt er mit spürbarer Begeisterung. Er dankte für den Bewerbungsprozess, der ein gutes Kennenlernen ermöglichte und in welchem vieles geklärt werden konnte wie auch für das Vertrauen, das ihm die Kirchgemeinde entgegenbringt. Seine Frau Michelle nahm ebenfalls an der Kirchgemeindeversammlung teil samt dem jüngsten von drei Kindern, dem einjährigen Lenny.

«Ich bin gespannt auf den gemeinsamen Weg und freue mich auf den Sommer, wenn es dann losgeht», meinte Frédéric Légeret zum Ausklang der wohl kürzesten Kirchgemeindeversammlung der letzten Jahre. (na)