Beinwil am See

Der «Löwen» dominiert die Beinwiler Sommergmeind

Das Hotel Löwen soll eigentlich zur Gemeindeverwaltung umgebaut werden, doch das Projekt blieb stecken.

Das Hotel Löwen soll eigentlich zur Gemeindeverwaltung umgebaut werden, doch das Projekt blieb stecken.

Wird in Beinwil am See der umstrittene Umbau des Hotel Löwen zur Gemeindeverwaltung definitiv abgebrochen? Am Freitag entscheidet die Gemeindeversammlung.

Eigentlich sollte das altehrwürdige Hotel/Restaurant Löwen, das der Gemeinde gehört und seit Jahren leer steht, in den nächsten Jahren zur repräsentativen Gemeindeverwaltung von Beinwil am See umgebaut werden. Doch das Projekt blieb 2014 abrupt stecken. Der Gemeinderat brach damals den Architekturwettbewerb ab, weil die fünf eingereichten Projekte laut Jury «nicht zielführend» sind und diese das veranschlagte Kostendach von 4,9 Millionen sprengen würden.

Doch ein Umbau? Oder lieber einen Neubau?

Die Stimmbürger haben jetzt an der Sommergmeind die Wahl: Entweder sie stimmen nochmals für den Umbau zur Gemeindeverwaltung, der nach den Erkenntnissen aus dem Architekturwettbewerb nun aber 6,1 Millionen kosten dürfte. Oder sie entscheiden sich für einen 5-Millionen-Neubau am heutigen Standort der Feuerwehr. Der Gemeinderat beantragt für diese zweite Variante einen Kredit von 120 000 Franken, um einen Ideenwettbewerb zu starten.

Doch wie weiter mit dem «Löwen», wenn die Gemeindeversammlung den Startschuss für einen Neubau gibt und den Umbau zur Gemeindeverwaltung definitiv begräbt? Der Gemeinderat, der den Neubau favorisiert, will das Hotel für andere Angebote der Gemeinde nutzen (z. B. Bibliothek) und beantragt der Versammlung einen Kredit von 150 000 Franken für eine Zustandsanalyse und ein Nutzungskonzept.

Hombergstrasse wird saniert

Nebst dem «Löwen» und den ordentlichen Traktanden stimmt die Sommergmeind über einen Kredit von 292 000 Franken für die Erneuerung der Strassenbeleuchtung ab sowie die gestaffelte Sanierung der Hombergstrasse. Für die erste Etappe (Kirchstrasse bis Kehlenstrasse) beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 1,4 Millionen, für die zweite Etappe (Kehlenstrasse bis Zihlstrasse) 810 000 Franken. Auf der Traktandenliste stehen zudem die Einbürgerungsgesuche von Mark Treure aus den Niederlanden und Christoph Kötzel aus Deutschland. Abgestimmt wird auch über die neuen Satzungen des Abwasserverbands Region Hallwilersee.

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