Lenzburg
Der Lenzburger Stadtrat als echtes Team

Beat Hiller ist also wirklich kein «Stadtrat-Killer», wie es ein Kalauer im Rahmen des Jugendfests suggerierte. Der grünliberale Herausforderer blieb im Kampf um einen Stadtratssitz chancenlos. Ein Kommentar von Fritz Thut.

Fritz Thut
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Der Grünliberale Beat Hiller ist mit seiner Kandidatur für den Stadtrat Lenzburg gescheitert; die Bisherigen wurden bestätigt.

Der Grünliberale Beat Hiller ist mit seiner Kandidatur für den Stadtrat Lenzburg gescheitert; die Bisherigen wurden bestätigt.

Fritz Thut

Die Prognose war nicht gewagt. Und traf zweieinhalb Monate später voll zu: «De Hiller – isch kei Stadtrat-Killer.» Der beim «Hirschen» aufgehängte Jugendfest-Spruch bewahrheitete sich gestern, als der Lenzburger Souverän den bisherigen Stadtrat souverän in seinen Ämtern bestätigte und dem Aussenangreifer Beat Hiller keine Chance liess.

Obwohl das Ergebnis in erster Linie ein Vertrauensbeweis für den aktuellen Stadtrat ist, ist die Nichtberücksichtigung Hillers nicht gegen die Person gerichtet. Der Bezirksparteipräsident der Grünliberalen sitzt erst seit kurzem im Einwohnerrat. Zu kurz, um etwas zu bewegen oder schon gewisse Zeichen zu setzen.

Mehr als die Grünen bei ihrem Einstand im Einwohnerrat ist Hillers Partei in diesem Gremium in ihrer Startphase vor allem als Fundamentalopposition aufgefallen.

Usus in Lenzburg ist dagegen konstruktive Kooperation. Die fünf Stadträte aus fünf Parteien – eine im Kanton wohl einmalige Konstellation – geben hier ein homogenes, lösungs- und zielorientiertes Team ab, wie man es selten findet. Kein Wunder, will dieses bestens eingespielte Quintett die grossen Herausforderungen, die die nächsten Jahre bringen, zusammen anpacken.

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