Grossratswahlen
Der Lenzburger Stadtammann sorgt für Salz und Pfeffer

Von den zwölf bisherigen Grossräten aus dem Bezirk Lenzburg treten zehn wieder an.

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Der Lenzburger Stadtammann Daniel Mosimann.

Der Lenzburger Stadtammann Daniel Mosimann.

Sandra Ardizzone

Nicht mehr nach Aarau wollen der 66-jährige Hans Dössegger (SVP, Seon) und die 62-jährige Trudi Huonder (CVP, Egliswil). Dössegger gehörte dem Grossen Rat während 16 Jahren an und machte sich als Gesundheitspolitiker einen Namen.

Trudi Huonder war 13 Jahre lang dabei und galt eher als Hinterbänklerin. Ihr Rücktritt könnte für die CVP schwerwiegende Folgen haben: Denn der CVP-Sitz scheint gefährdet. Ebenso wie die Mandate der GLP (Barbara Portmann-Müller) oder der EVP (Christian Minder).

Der Überdruck kommt etwa vonseiten der Sozialdemokraten. Vor drei Jahren schafften sie den zweiten Sitz nur mit etwas Glück. Jetzt treten sie mit drei besonders hochkarätigen Kandidaten an: der ehemaligen Grossratspräsidentin Kathrin Scholl (Lenzburg) und der in der Region bestens vernetzten Gabi Lauper Richner (Niederlenz).

Für die SP ebenfalls nach Aarau möchte der Lenzburger Stadtammann Daniel Mosimann. Ob der 58-jährige faktische Berufspolitiker eine der bisherigen SP-Frauen verdrängen wird oder ob er der SP dank seiner Bekanntheit zu einem 3. Sitz verhelfen wird? Die Freisinnigen machten 2012 zwar 0,3 Prozent mehr Stimmen als die Sozialdemokraten, wurden dann aber ein Opfer des Pukelsheim-Verfahrens.

Im Oktober scheint der zweite Sitz in Griffweite: Gesetzt ist die Bisherige Jeanine Glarner (Möriken-Wildegg). Berechtigte Hoffnungen machen kann sich der Boniswiler Unternehmer Gérald Strub. Bei der BDP ist die Wiederwahl von Maya Bally (Hendschiken) praktisch sicher – wegen der Publizität, die ihr die Regierungsrats-Kandidatur verschafft. (uhg)