Seengen
Der Kornhaus-Keller wird zum Schloss-Entree

Das Schloss Hallwyl erhält auf die neue Saison einen neuen Eingangsbereich. Damit bekommt der bisher unbefriedigend geregelte Eintritt in die «Hallwyl» nun eine angemessene Lösung.

Fritz Thut
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Auf der Kornhaus-Südseite laufen die Vorarbeiten für die Absenkung des Zugangs zum neuen Eingang. tf

Auf der Kornhaus-Südseite laufen die Vorarbeiten für die Absenkung des Zugangs zum neuen Eingang. tf

Der graue Beton-Würfel ist bereits verschwunden. Das bisherige Kassahäuschen von Schloss Hallwyl, von vielen als architektonischer Schandfleck im Schlosshof bezeichnet, ist Geschichte. Ab der neuen, am 1. April beginnenden Saison betreten die Besucher das Wasserschloss über einen neuen Eingangsbereich. Der Keller des Kornhauses gleich rechts nach dem Zugangsportal wird zum Schloss-Entree.

Der bisher unbefriedigend geregelte Eintritt in die «Hallwyl» bekommt nun eine angemessene Lösung. «Wir haben viele Varianten, auch im Erdgeschoss des Vorderen Schlosses, geprüft», blickt Schloss-Kurator Thomas Frei auf die Planungsphase zurück. Inzwischen hat man sich darauf geeinigt, das Kellergeschoss des Kornhauses in einen würdigen Eintrittsbereich zu verwandeln.

An einer Theke werden zwei Arbeitsplätze eingerichtet. Hier kann man das Ticket kaufen, den Akustik-Guide beziehen oder Erinnerungsstücke erstehen. Der bislang eher stiefmütterlich behandelte und dem Schlosscafé angegliederte Museums-Shop wird neu ebenfalls hier angesiedelt. «Wir rechnen hier mit einer massiven Umsatzsteigerung», so Frei. Technik- und Lagerräume ergänzen das Raumangebot.

Eine neue Türe

Bauliche Veränderungen in historischem Gemäuer sind heikel; speziell beim Schloss Hallwyl. Für den Zugang muss in der Kornhausseitenwand eine neue Türe herausgefräst werden. Dazu mussten nicht nur die Denkmalpflege, sondern auch Graf Michael von Hallwyl, der die Einhaltung des Schenkungsvertrages im Auge behält, ihre Zustimmung geben. Gemäss Schenkungsvertrag dürfen am Schloss Hallwyl keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden, «ausser sie dienen der Museumsinfrastruktur». Diese Auflage ist hier erfüllt.

Weniger problematisch sind auf der nördlichen Seite zwei frühere, aber irgendwann zugemauerte Durchgänge: Sie werden wieder freigelegt und bringen als Fenster Tageslicht in den neuen Eingangsbereich.

Im Obergeschoss des Kornhauses wird weiterhin das Thema «Brauchtum und Gewerbe im Seetal» ausgestellt.