Othmarsingen

Der Jakob-Kreisel wird teurer

Der Betonkreisel wird einen Aussendurchmesser von 32 Metern aufweisen.

Der Betonkreisel wird einen Aussendurchmesser von 32 Metern aufweisen.

Stimmbürger entscheiden am Freitag über das überarbeitete Projekt für den Jakob-Kreisel und eine Steuerfuss-Senkung.

Rund 3,3 Millionen Franken soll der Bau des Kreisels am Knoten Jakob in Othmarsingen nach einer Überarbeitung des Projekts nun kosten. Der Kanton Aargau hat entschieden, den Schwerverkehr über diese Route zu leiten.

Der Kostenanteil, den die Gemeinde Othmarsingen übernehmen muss, ist somit rund 400000 Franken höher als bisher angenommen, erklärt Gemeindeammann Fritz Wirz.

Am Freitag entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung über den Verpflichtungskredit von rund einer Million Franken.

Der Umbau des heutigen T-Knotens in einen Kreisel beinhaltet Anpassungen an fünf Strassenanschlüssen. Die Dottikerstrasse muss auf einer Länge von 137 Metern angepasst werden, die Mägenwilerstrasse auf 160 Metern. Neben den beiden Kantonsstrassen müssen auch die Gemeindestrassen Fallenacker und Bändliweg umgebaut werden.

Beitragsreduktion beantragt

Der Betonkreisel wird einen Aussendurchmesser von 32 Metern aufweisen. Die Einfahrt aus Richtung Mägenwil wird zweispurig gestaltet, sodass die Verkehrsströme von Mägenwil nach Lenzburg und nach Dottikon getrennt werden können.

40 Prozent der Gesamtkosten müsste Othmarsingen tragen. Aufgrund der hohen Belastung der Gemeinde durch den überregionalen Verkehr vom A1-Anschluss in Mägenwil Richtung Freiamt und Wohlen hat der Gemeinderat beim Regierungsrat eine Reduktion des Gemeindebeitrages beantragt. Dieser läge dann noch bei 32 Prozent, sagt Fritz Wirz. Der Entscheid des Regierungsrates liegt noch nicht vor.

ÖV-Kosten bereiten Sorgen

Ein erfreuliches Traktandum ist die beantragte Senkung des Steuerfusses um 3 auf 112 Prozent. «Aufgrund der langjährigen nachhaltigen und soliden Finanzpolitik steht die Gemeinde auf einem gesunden Fundament», sagt Wirz.

Trotz der steigenden Kosten aufgrund der Neuordnung der Pflegefinanzierung und der Restkosten Sonderschulen und Heime könne man ein ausgeglichenes Budget präsentieren.

Mit Hilfe von Überschüssen und Landverkäufen konnte die Gemeinde ihre Schulden in den letzten Jahren substanziell senken. Dank einem kontinuierlichen und moderaten Bevölkerungswachstum blicke man optimistisch in die Zukunft.

Nicht zufrieden ist Fritz Wirz mit der Verteilung der finanziellen Belastung beim öffentlichen Verkehr. Während andere Gemeinden in der Region nur 20 Franken pro Einwohner und Jahr bezahlen müssen, entfällt auf Othmarsingen ein Betrag von 105 Franken pro Kopf und Jahr. «Dieser Lastenverteiler ist nicht mehr zeitgemäss.»

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