Holderbank

Der Grundstein für die neue Schachenbrücke ist gelegt

Holcim-CEO Roland Köhler, Holcim-Projektleiter Markus Denk, Ingenieur Andrea Fanzun und Implenia-Projektleiter Beat Fehlmann kurz vor dem Einbetonieren des wasserdichten und säurefesten Behälters mit Plänen, Geschäftsberichten und Tageszeitungen.  Toni Widmer

Holcim-CEO Roland Köhler, Holcim-Projektleiter Markus Denk, Ingenieur Andrea Fanzun und Implenia-Projektleiter Beat Fehlmann kurz vor dem Einbetonieren des wasserdichten und säurefesten Behälters mit Plänen, Geschäftsberichten und Tageszeitungen. Toni Widmer

In Holderbank ist der Grundstein für eine neue Brücke ins Industriegebiet Schachen gelegt worden. Diese kostet 3,6 Millionen Franken und wird vollumfänglich von den drei im Schachen ansässigen Industriebetrieben finanziert.

Die 1961 erstellte Brücke ins Holderbanker Industriegebiet Schachen sei eine 50 Jahre alte Leidensgeschichte, erklärte Andrea Fanzun, dessen Büro die Nachfolgerin geplant hat, deren Grundstein gestern gelegt wurde. «Bereits in den 80er-Jahren musste das Bauwerk verstärkt werden, weil es den Anforderungen nicht gewachsen war. Eine weitere Sanierung folgte in den 90er-Jahren und 2006 wurde aufgrund von groben Sicherheitsmängeln schliesslich gar die sofortige Schliessung gefordert.

Für Roland Köhler, CEO der Holcim Group Support, die mit rund 50 Prozent den Hauptanteil für die in Realisierung begriffene, 3,6 Mio. Franken teure neue Brücke übernimmt, liegt die Ursache dieser Leidensgeschichte in einer eigentlichen Zweckentfremdung: «Als dieses Bauwerk geplant wurde, war wohl kaum jemandem klar, wie stark es einst benützt werden würde. Es war damals weder die Rede von 40-Tönner-Lastwagen, noch von den Panzerhaubitzen, die über Jahre beim Bahnhof abgeladen und dann auf der Brücke aufgereiht wurden.»

Neue mit engerem Radius

Aufgrund eines Abkommens, das sie mit den im Schachen ansässigen Industriebetrieben schon für die Realisierung der ersten Brücke geschlossen hat, muss die Gemeinde Holderbank auch an den Ersatz des Übergangs nichts bezahlen. Die Kosten teilen sich Holcim, Rigips und Schärer Holzbau. Die neue Brücke führt südlich der bestehenden in einem engeren Radius direkt ins Zentrum des Industrieareals, in den Schachen fährt man über einen Abzweiger.

Dafür, dass das neue Bauwerk länger hält, als das bestehende, soll – nach der seriösen Ingenieursarbeit durch das Büro Fanzun – Implenia sorgen. Laut Projektleiter Beat Fehlmann werden in den nächsten Monaten 2900 m2 Schaltafeln und 175Tonnen Armierungsstahl verlegt sowie 1500 m3 Beton eingegossen. Der Brückenbau stellt wegen der engen Platzverhältnisse und der zu querenden SBB-Linie hohe Anforderungen an die Sicherheit der Bauarbeiter.

Wird die Brücke in ferner Zukunft abgebrochen, findet eine nächste Generation vielleicht die Konstruktionspläne, Holcim-Geschäftsberichte aus der Bauzeit und Zeitungen vom Tag der Grundsteinlegung. Das alles wurde gestern einbetoniert.

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