Die Aargauer Kriminalpolizei arbeitet mit Hochdruck daran, den grausamen vierfachen Mord von Rupperswil zu klären. Am Freitag, 8. Januar, findet in Rupperswil laut Gemeindeammann Ruedi Hediger ein von der Familie von Carla S. und ihrer beiden ebenfalls getöteten Söhne organisierter Gedenkgottesdienst statt.

Hediger wird mit einer Delegation des Gemeinderates daran teilnehmen. Tags darauf findet in Hunzenschwil in der Evangelisch-Methodistischen Kirche die Trauerfeier für Simona F. statt, die ebenfalls getötete Freundin des ältesten Sohnes von Carla S.

Ruedi Hediger bestätigt im weiteren einen Bericht des «Blick», wonach die Ermittler über die Feiertage auch Unterlagen aus der Primarschule eingesehen haben, in die alle drei Jugendlichen gegangen waren. Da seien die Mitarbeiter trotz Schulferien natürlich eingesprungen. Die Ermittler haben sich auch auf dem örtlichen Steuer-, Finanz- und Betreibungsamt erkundigt und zum Teil Unterlagen eingesehen, wie Hediger weiter bestätigt. Was konkret, entzieht sich seiner Kenntnis.

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Eine seit dem Vierfachmord stärkere Polizeipatrouillentätigkeit stellt Hediger in Rupperswil nicht explizit fest, aber natürlich die grosse Präsenz der Ermittler für die Abklärungen am und um den Tatort. Vielleicht sei ihm eine erhöhte Präsenz auch nicht aufgefallen, sagt Hediger, denn er war nicht so oft im Dorf unterwegs.

Er war vor allem im Gemeindehaus, um einerseits eine Informationsveranstaltung und eine ausserordentliche Gemeindeversammlung über den Neubau eines Schulhauses vorzubereiten und andererseits, um der Polizei und der Presse Auskünfte zu erteilen. Hediger: «Wir wollen die Untersuchungen der Kapo nicht mit Spekulationen stören. Wir haben absolutes Vertrauen in die Kapo und einen grossen Respekt gegenüber dem ausserordentlichen Einsatz der Polizeibeamten.» (MKU)

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