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Der Festtagsspeck muss weg – Fitnesscenter werden regelrecht überrannt

In den Fitnesscentern wird, wie hier im Fitlife Lenzburg, fleissig trainiert.

In den Fitnesscentern wird, wie hier im Fitlife Lenzburg, fleissig trainiert.

Neujahrsvorsatz erfüllt: 30 Prozent mehr Aboabschlüsse als im Sommer verzeichnen die Fitnesscenter in der Region über Weihnachten und Neujahr. Die Erfahrung zeigt aber: Bei vielen ist schon nach wenigen Wochen die Luft draussen.

Fondue chinoise, Kalbsbraten, Raclette und Weihnachtsgebäck: Hunger hat über die Festtage in der Schweiz kaum jemand. Und mit gutem Essen kommen auch gute Vorsätze: Fitnesscenter werden am Anfang des Jahres regelrecht überrannt.

Man will mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren und die Weihnachtspfunde abtrainieren. Wer seinen Neujahrsvorsatz jetzt umsetzen will, ist definitiv nicht alleine.

Erstaunlich ist aber, dass der Abonnementverkauf in den Fitnesscentern bereits vor dem Jahreswechsel angezogen hat: «In der Regel steigt die Zahl der Aboabschlüsse schon Ende Oktober um 10 bis 20 Prozent», sagt Maria Bossert, Fitnessinstruktorin und Leiterin des Fitnesscenters Fitlife Lenzburg.

«Die Leute scheinen ihr Gewissen bereits im Voraus beruhigen zu wollen», bestätigt auch Tanja Keller, Fitnessinstruktorin im Fitnesscenter Baden.

Boom beginnt schon vor Jahreswechsel

Die Zahl der neu abgeschlossenen Abos erhöht sich in den Wintermonaten kontinuierlich. Zudem werden die Fitnesscenter stärker frequentiert. So gehört im Fitnesscenter AAS Fit & Well in Küttigen-Rombach der Dezember zu den besucherstärksten Monaten.

«An den freien Tagen vor und nach Weihnachten kommen extrem viele Leute ins Fitnesscenter», sagt Annegret Blattner, Fitnessinstruktorin im Fit & Well.

Der absolute Fitness-Boom beginnt in den meisten Fitnesscentern dennoch mit dem Jahreswechsel. Mehr Personal müsse man zwar nicht einstellen, aber «wir sind definitiv auf einen Ansturm gefasst», sagt Maria Bossert vom Fitlife Lenzburg.

Mit diesen drei Übungen werden Sie den Weihnachtsspeck wieder los

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Maria Bossert und ihr Mann betreiben das Fitnesscenter bereits seit 23 Jahren. «Vor 10 bis 20 Jahren war der Unterschied zwischen Sommer und Winterzeit noch viel prägnanter», erinnert sich Maria Bossert. Das habe sich etwas ausgeglichen. «Im Januar verkaufen wir trotzdem einen Drittel mehr Fitnessabos als sonst. Leider ziehen es dann aber nicht alle durch.»

Zu viel trainieren bringt nichts

Die Gefahr sei gross, dass man mit zu viel Enthusiasmus zu trainieren beginne. «Viele wollen Anfang Jahr am liebsten jeden Tag vorbeikommen.» Das sei aber nicht gesund und «die Wahrscheinlichkeit ist grösser, dass schon nach zwei, drei Wochen die Luft raus ist», sagt Bossert.

Nach ihrer Erfahrung würden Leute mit einer moderaten Einstellung und realistischen Zielen am ehesten weitermachen und regelmässig trainieren.

Es ist klar: Nicht jeder, der jetzt ein Fitnessabo löst, nutzt es auch. Aber: «Es gibt immer wieder jemanden, der wirklich durchstartet», sagt Bossert, «einige verwirklichen ihren Neuanfang.»

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