Unihockey
Der Dachverein Aargau United steigt in die zweite Saison

Beim in Lenzburg domizilierten Dachverein Unihockey Aargau United ist man mit dem ersten Vereinsjahr zufrieden. Gleichwohl gibt es Reibungspunkte bei der Zusammenarbeit mit den drei involvierten Vereinen.

Ruedi Burkart
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Aargau United, hier im Schweizer Cup, wo das Team Mitte August den UHC Nesslau Sharks unterlag.

Aargau United, hier im Schweizer Cup, wo das Team Mitte August den UHC Nesslau Sharks unterlag.

ZVG

Die Idee war so einfach wie genial. Um der Abwanderung von talentierten Nachwuchsspielern zu Grossklubs wie GC oder Olten-Zofingen entgegenzuwirken, erarbeiteten die Vereine aus Bremgarten, Wohlen und Lenzburg vor drei Jahren ein Konzept, das die ältesten Juniorenkategorien sowie die 1. Mannschaft der Männer unter einem Dachverein zusammenbringen sollte.

Nachdem Abstimmungen zu diesem Projekt in den drei involvierten Klubs positiv verlaufen waren, trat eine Projektgruppe unter der Leitung von Adrian Meyer, damals Sportchef beim UHC Lenzburg, an die Öffentlichkeit und informierte im Oktober 2013 über den Stand der Arbeiten. Drei Monate später schliesslich sagten die Mitglieder der drei Stammvereine mit grosser Mehrheit Ja zur Gründung von Unihockey Aargau United (UAU). Einen Meilenstein setzte die 1. Mannschaft am 1. Juni 2014 mit dem ersten Pflichtspiel einer UAU-Mannschaft überhaupt. Dass damals im Schweizer Cup ein 9:2-Sieg gegen Kappel herausschaute, passte bestens zur allgemeinen Feststimmung.

Adrian Meyer, Präsident von Unihockey Aargau United: «Wir sind nach einem Jahr sportlich noch nicht dort, wo wir hinwollen.»

Adrian Meyer, Präsident von Unihockey Aargau United: «Wir sind nach einem Jahr sportlich noch nicht dort, wo wir hinwollen.»

Ruedi Burkart

Nun steigt UAU also in die zweite Saison seiner Vereinsgeschichte. Mit einer ambitionierten 2.-Liga-Mannschaft sowie fünf Nachwuchsteams von der U14 bis zur U21. Die jüngeren Junioren spielen wie bis anhin bei ihren Stammvereinen. So hat beispielsweise der UHC Lenzburg aktuell je ein C-, D- und E-Juniorenteam. «Mit dem ersten Vereinsjahr sind wir sehr zufrieden», äussert sich UAU-Präsident Adrian Meyer. Die Akzeptanz sei mittlerweile da, und die Zusammenarbeit mit den drei Stammvereinen funktioniere ganz gut. «Natürlich gibt es immer wieder Reibungspunkte», so Meyer, «zum Beispiel bei den Helfereinsätzen oder bei der Suche nach Funktionären.»

Wie bei anderen Unihockeyvereinen in der Region sind auch bei Aargau United die Kadergrössen in den Nachwuchsteams eher bescheiden. Ein Problem, Adrian Meyer? «Auch als Dachverein mit drei Stammvereinen ist es leider nicht garantiert, dass wir in jedem Jahrgang genügend Spieler haben.» Die aktuelle Situation stimme ihn jedoch zuversichtlich. «Aber natürlich sind wir nach einem Jahr sportlich noch nicht dort, wo wir hinwollen.» Allerdings: Die U16 spielt in der höchsten nationalen Klasse, und die U18 hat letzte Saison den Aufstieg in die zweithöchste realisiert.

Am Samstag der Start in Lenzburg

Mit einem Heimspiel gegen Langenthal-Aarwangen II steigt das Fanionteam von Aargau United am kommenden Samstag in die neue 2.-Liga-Meisterschaft (19 Uhr, Turnhalle Angelrain). Letzte Saison resultierte nach einer mässigen Vor- und einer grossartigen Rückrunde der fünfte Schlussrang. Was darf man diesmal erwarten? Meyer: «Wir sind in einer attraktiven, aber schwierigen Gruppe eingeteilt. Und die Derbys gegen die Powermäuse Brugg sind resultatmässig immer sehr eng.»

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