Boniswil
Der Boniswiler «Ochsen» wird abgerissen, der Bach wieder geöffnet

Der Verlegung des Seetalbahn-Trassees eröffnet Boniswil ganz neue gestalterische Möglichkeiten. Noch bis am kommenden Dienstag läuft das Mitwirkungsverfahren für den Gestaltungsplan «Mühle-Ochsen».

Fritz Thut
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Neubau anstelle des Restaurants Ochsen (links), vorgesehener Garten (rechts) und die renovierte Mühle (hinten).

Neubau anstelle des Restaurants Ochsen (links), vorgesehener Garten (rechts) und die renovierte Mühle (hinten).

Zeichnung Husistein & Partner

Dieses Areal umfasst das Dreieck zwischen Seetalbahn, Seetalstrasse und Leutwilerstrasse. Es gehört der Alte Mühle Boniswil AG, die von den beiden Lenzburger Baufirmen Max Fischer AG und Balmer & Ammann AG gegründet wurde. «Wir wollen hier etwas Schönes realisieren», sagt Frank Balmer zur az und ergänzt: «Für uns ist dies eine Herzenssache: Wir planen ein gelungenes Arrangement von Alt- und Neubauten.»

Alte Mühle wird integriert

Auf dem Gestaltungsplan sieht man, dass einerseits die denkmalgeschützten Elemente der aus dem 15. Jahrhundert stammenden und 1918 stillgelegten Mühle ins Projekt integriert werden sollen, aber dass verschiedene neue Liegenschaften das Ensemble aufwerten werden. Das bisherige Gebäude mit dem seit einigen Jahren geschlossenen Restaurant Ochsen muss Platz machen.

Es ist eine gemischte Nutzung für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen vorgesehen. Auch ein Gastronomie-Betrieb hätte künftig wieder Platz: «Eventuell als Bistro im Innenhof der Mühle», sinniert Balmer.

Ein Park mit Wasser

Vom Projekt dürfte auch die Gemeinde profitieren, die unmittelbar neben dem geplanten zentralen Seetalstrasse-Kreisel im bisherigen Garten einen neuen öffentlichen Park bekommt. Angedacht ist hier die Offenlegung des jetzt weitgehend in den Untergrund verbannten Bachs und die Anlegung eines Teichs.

Viele Boniswiler, die den Gestaltungsplan auf der Kanzlei eingesehen haben, geizten nicht mit spontanem Lob: «Wenn diese Pläne umgesetzt werden, kann die Gemeinde massiv profitieren.»

Die Areal-Eigentümer haben noch keinen konkreten Pläne für die Realisierungsphase. «Wir werden zusammensitzen, unsere verschiedenen Ideen sortieren und weiterschauen», so Frank Balmer: «Wir stehen nicht unter Zeitdruck, doch wollen wir schon vorwärtsmachen.»