Verlustgeschäft
Der Bancomat kostet die Gemeinde Brunegg 15'000 Franken jährlich

Brunegg subventioniert einen Bancomaten – weil er zu wenig genutzt wird, kostet das.

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Der Bancomat in Brunegg wird zurzeit 635 Mal monatlich genutzt. (Symbolbild)

Der Bancomat in Brunegg wird zurzeit 635 Mal monatlich genutzt. (Symbolbild)

Keystone

Weil die Gemeinde Brunegg nicht auf einen Bancomaten verzichten will, subventioniert sie seit einem Jahr einen Geldausgabeautomaten. Ziel ist es, 1500 Transaktionen pro Monat zu erreichen. Dann wäre der Automat kostenneutral. Im Moment sind es erst 635 Transaktionen. Das heisst, die Gemeinde muss für 865 Transaktionen je 1,5 Franken bezahlen.

Obwohl der Trend stimmt, die Zahl der Geldbezüge stetig zunimmt, rechnet der Gemeinderat nächste Jahr mit einem Defizitbeitrag von 15'000 Franken. Er beantragt der Gemeindeversammlung von morgen Mittwoch, den entsprechenden Beitrag ins Budget aufzunehmen. Ein Budget, dass auf einem Steuerfuss von 99 Prozent (bisher 102 %) basiert. Der Steuerfussausgleich soll also weitergegeben werden. Der Gemeinderat rechnet im Budget mit einem Aufwandüberschuss von 80 022 Franken.

Daneben sind verschiedene kleiner Geschäfte traktandiert. So soll der Gemeinderat die Kompetenz bekommen, auf der Gemeindeverwaltung höhere Pensen einzuführen. Es soll ein Gesamtstellenplan mit 250 Stellenprozenten geschaffen werden (bisher 210 bis 230 Prozent). Der Souverän soll weiter 55 000 Franken für die Anschaffung eines Kommunaltraktors genehmigen. Und 77 000 Franken für die Sanierung der Kanalisation Oberbändlistrasse. 90 000 Franken kostet die Erneuerung der Wasserversorgungssteuerung.

Weiter soll ein Erneuerungsfonds für die Liegenschaft, in der der Dorfladen untergebracht ist, geschaffen werden. Der Gemeinderat beantragt, jährlich Rückstellungen von maximal 10 000 Franken zu tätigen.(uhg)