Hunzenschwil
«Der Auftrag ist klar: Wir suchen nach neuer Lösung»

Am letzten Freitag hat in Hunzenschwil auch die dritte Gemeindeversammlung Nein gesagt zur Aufhebung der Kreisschule Lotten, wie sie von den Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden Hunzenschwil, Rupperswil und Schafisheim vorgeschlagen wurde.

Fritz Thut
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Das Schulhaus Schafisheim, Sitz der Kreisschule Lotten.

Das Schulhaus Schafisheim, Sitz der Kreisschule Lotten.

Zur Verfügung gestellt

Die Angst, mit einer Institution im eigenen Dorf etwas Wichtiges zu verlieren, wog in allen drei Gemeinden schwerer als nüchterne Fakten, von denen sich die Räte hatten leiten lassen. «Für mich ist der Auftrag klar. Wir haben den Volkswillen zu respektieren und müssen nach einer neuen Lösung suchen», so der Schafisheimer Gemeindeammann Dölf Egli, der die vorbereitende Kommission «Quo vadis Kreisschule Lotten» geleitet hatte.

Frische Bestandesaufnahme

Egli hofft zudem, dass die Verantwortlichen der Aktionsgruppe «Pro Kreisschule Lotten» aktiv bei der Zukunftsgestaltung mithelfen, etwa bei der Besetzung des vakanten Präsidiums der Kreisschulpflege.

Nachdem die Gemeindeversammlungsbeschlüsse rechtskräftig geworden sind, soll zwischen Sommer- und Herbstferien eine Sitzung der Beteiligten stattfinden. Auslöser für die fundierten Abklärungen und die Anträge war ja die sich abzeichnende Schulraumnot für die Oberstufen (Sek und Real) in den drei Gemeinden. Die Zusammensetzung dieser Kommission lässt Egli offen, doch der erste Schritt scheint für ihn offensichtlich: «Wir müssen eine frische Bestandesaufnahme machen.»

Weitere wichtige Schul-Prozesse

Für den Rupperswiler Gemeindeammann Ruedi Hediger ist für seine Gemeinde wichtig, dass «möglichst viele Oberstufenschüler im eigenen Dorf zur Schule gehen können». Da erwarte man Vorschläge von Kreisschule und Kreisschulpflege. «Die sind da gefordert», so Hediger.

Man mache nach der Ablehnung an der Gemeindeversammlung «nicht die Faust im Sack», schaut auch Silvana Richner, Gemeindeammann von Hunzenschwil, nach vorn. Bevor innerhalb der Lottengemeinden die Schulraumplanung frisch diskutiert wird, stehen schon nächste Woche Gespräche mit externen Partnergemeinden für Oberstufenstandorte an, um grundsätzliche Fragen rund um die Umsetzung zum Projekt «Stärkung der Volksschulen» des Kantons zu diskutieren. «Bis zum Schuljahr 2014/15 müssen die Schulen neben der Schulraumplanung noch viel vorbereiten und wir müssen schauen, dass dieser Prozess bei uns nicht ins Stocken kommt», so Richner.

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