Boniswil
Den «70er-Groove» vertreiben – Gemeindesaal für 580000 Franken saniert

Das Ziel der Renovationsarbeiten war es, den «70er-Groove» zu vertreiben. Das hat man geschafft – mit viel Licht, neuen Farben und einer Soundanlage. Zu Buche geschlagen hat auch die Anschaffung von 400 neuen Stühlen und 50 Tischen.

Michael Küng
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Gemeinderat Rainer Sommerhalder mit Hauswart Urs Geissbühler und Unternehmer Kurt Lüscher, Mitglied der Baukommission (v. l.).

Gemeinderat Rainer Sommerhalder mit Hauswart Urs Geissbühler und Unternehmer Kurt Lüscher, Mitglied der Baukommission (v. l.).

Michael Küng

Gute 50 Jahre hat der Gemeindesaal von Boniswil überdauert. Zeit für eine Auffrischung, hat sich der Gemeinderat gesagt und für die Sanierung eine eigene Baukommission in die Welt gerufen. In ihr haben alle Vereine Einsitz genommen, die die Halle nutzen – sei es fürs Theater oder den Turnerabend.

«Das Resultat ist ein Kompromiss aus allen Bedürfnissen», sagt Gemeinderat Rainer Sommerhalder. So wurde etwa die neue Soundanlage für Sprachveranstaltungen ausgelegt. «Sie machen gut 80 Prozent aller Events im Saal aus», erklärt Sommerhalder. Mehr braucht es auch nicht: Die Musikgesellschaft tritt ohnehin mit ihrer eigenen Musikanlage auf und für Anlässe wie den Turnerabend reiche es, einen kleinen Bass für die neue Anlage mitzubringen, erklärt Pat Widmer vom verantwortlichen Unternehmen Megatron aus Mellingen. Gemeinsam mit Beamer, Leinwand und einem neuen Lichtkonzept für den ganzen Saal liess sich die Gemeinde das Multimedia-System 64 000 Franken kosten. Die Umrüstung auf LED spart dabei Energie und ermöglicht mehr Einstellungsmöglichkeiten. Beim Turnverein zeigt man sich glücklich mit der Sanierung. Funktioniert alles wie geplant, kann er in Zukunft bei Turnerabenden auf Mietmaterial für mehrere tausend Franken verzichten.

400 neue Stühle und 50 Tische

«Ein grosser Brocken war das Streichen von Wänden und Decken», führt Sommerhalder aus. Der vorher durchweg braune Saal habe einen «70er-Groove» versprüht, der mit der Renovation abgeschüttelt werden sollte. So sind die Wände nun grau und die Decken weiss. Ebenfalls zu Buche geschlagen hat die Anschaffung von 400 neuen Stühlen und 50 Tischen (300 Plätze). Sie ersetzen die bisherige Bestuhlung. Und die abgestufte Estrade ist neu flach sowie teilweise verglast. «Diese wurde früher nur bei voll besetztem Saal gebraucht, also praktisch nie. Mit dem flachen Boden ist sie nun flexibler einsetzbar», führt Rainer Sommerhalder aus. Ausserdem wurden in Küche und verschiedene Geräte ersetzt.

An der Wintergmeind am 27. November werden die Boniswiler über den Kreditantrag für die zweite Etappe befinden. Sie betrifft die Duschen im Gebäudekomplex. Weil diese hauptsächlich von der anliegenden Turnhalle benützt werden, hat der Gemeinderat entschieden, ihre Sanierung separat zu behandeln.