Im Budget 2018 rechnet der Gemeinderat mit einem Defizit von 803 600 Franken. Gleichzeitig beantragt er eine Erhöhung des Steuerfusses von 95 auf 99 Prozent. Rechnet man die drei Prozent aus der Lastenverschiebung zwischen Kanton und Gemeinden mit ein, so fällt die Steuerrechnung der Rupperswiler in Zukunft um sieben Prozent höher aus.

In seiner Erklärung zur Erhöhung schreibt der Gemeinderat, dass der Aufwandüberschuss bei einem gleichbleibenden Steuersatz selbst nach zweimaligen massiven Einsparungsrunden immer noch 1,3 Millionen betragen hätte. Deshalb hat der Gemeinderat zu dieser rigorosen Massnahme gegriffen. Damit steigen die Steuereinnahmen laut Budget im Jahr 2018 auf netto 14 Millionen Franken (gegenüber 13,6 Millionen Franken im Vorjahr).

Auf der Aufwandseite schlägt vor allem der Bereich Bildung mit 6,2 Millionen Franken zu Buche. Er beinhaltet gegenüber 2017 Mehrkosten von über einer halben Million Franken. Ein Grossteil davon sei auf höhere Abschreibungen auf den Sachlagen zurückzuführen, heisst es in der Vorlage.

Der Gemeinderat rechnet nun damit, dass die Rechnung der Einwohnergemeinde ab 2023 wieder positiv abschliesst, sofern dem höheren Steuerfuss zugestimmt wird.

Auf der Traktandenliste steht zudem ein Verpflichtungskredit über 1,6 Millionen Franken für die Teilsanierung der Schützenstrasse inklusive Werkleitungen. Die Schützenstrasse ist eine langgezogene und stark befahrene Gemeindestrasse. Sie führt vom Bahnhof weg Richtung Westen bis zum Knoten beim Schützenhaus. Aus Kostengründen will man auf einen grossflächigen Ersatz des gesamten Strassenbelags verzichten. Stattdessen ist nur eine Instandstellung der Strasse vorgesehen. Mit 900'000 Franken kostet die Erneuerung der Elektroversorgung am meisten.

Die Stimmbürger haben ausserdem über eine zusätzliche Stelle bei den Technischen Betrieben und ein neues Personalreglement zu befinden. Für die neu einzuführende Kinderbetreuung sind nebst dem Reglement 60'000 Franken als Darlehen dem Verein Tagesstrukturen als Anschubfinanzierung zu gewähren sowie ein Verpflichtungskredit von 315'000 Franken für den Umbau des «Frickerhauses». (str)