Seengen
Das Verkehrskonzept wird langsam konkreter

In der Verkehrskommission wird das neue Verkehrskonzept diskutiert. Unter anderem mit einer Verbesserung der Haltestellensituation im Zentrum will man in Seengen den öffentlichen Verkehr fördern.

Fritz Thut
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Gemeinderat Dieter Gugelmann als Präsident der vorberatenden Verkehrskommission freut sich über die Fortschritte der Arbeiten: «Es ist eine spannende Sache, mit den Experten des Planungsbüros Metron nach Lösungen zu suchen. Wir beginnen nun eine Phase, in der man sich mit konkreten Ideen befasst.»

An der letzten Sitzung wurden in kleineren Arbeitsgruppen für die Hauptverkehrsachse von Egliswil im Norden Richtung Meisterschwanden und Sarmenstorf im Süden verschiedene Varianten und Untervarianten studiert, diskutiert und abgewogen.

Obwohl «drei Gruppen zum gleichen Schluss gekommen» sind, ist laut Gugelmann überhaupt noch nichts entschieden. Die wünschbareren Möglichkeiten müssen durch die Fachleute auf ihre technische Machbarkeit abgeklopft werden.

Ziele und Indikatoren festgelegt

Doch nicht alles, was theoretisch und topografisch möglich ist, ist auch sinnvoll und vor allem dereinst politisch vertret- und durchsetzbar. Um hier eine Leitplanke zu bekommen, hat die Kommission an ihrer November-Sitzung das Grundsatzpapier «Ziele und Indikatoren Phase C» verabschiedet.

Hier sind, aufgeteilt in die drei Bereiche Gesellschaft, Wirtschaft und Umweltrelevanz, Elemente aufgelistet, die das Verkehrskonzept prägen sollen. Im ersten Sektor geht es nicht nur darum, die Attraktivität des Fuss- und Veloverkehrs sowie die Verkehrssicherheit allgemein zu erhöhen, sondern auch um die Attraktivitätssteigerung des Zentrums.

Im Segment «Wirtschaft» ist beispielsweise festgehalten, dass die Situation für den motorisierten Individualverkehr mit einer klaren Verkehrslenkung optimiert werden soll. Der Kreuzplatz als zentrale Drehscheibe hat hier eine Schlüsselfunktion: Die Verkehrsführung und -organisation soll hier verbessert werden.

Unter anderem mit einer Verbesserung der Haltestellensituation im Zentrum will man in Seengen den öffentlichen Verkehr fördern.

Bei der Umwelt ist die «Konzentration des Verkehrs auf Achsen mit weniger lärmempfindlicher Nutzung» als erster Punkt erwähnt. Man wolle den Schwerverkehrsanteil tief halten und keine Anreize für zusätzlichen Transitverkehr bieten.

Orientierung im April

In einer nächsten Phase ist es Aufgabe der Planer und der 13 Mitglieder der Verkehrskommission, diese teilweise nicht immer deckungsgleichen Vorgaben und Ziele zu sortieren, zu werten und in konkrete Massnahmen umzusetzen.

Präsident Gugelmann ist sich bewusst, dass noch viel Arbeit auf seine Kommission wartet, und schliesst nicht aus, dass man zunächst mögliche Vorkehrungen nach ihrer zeitlichen Realisierbarkeit auseinanderdividieren muss: Wo kann man relativ schnell Verbesserungen erzielen? Wo brauchts mehr Zeit? Sind neue Umfahrungsstrassen und Trasseeführungen mehr als eine Vision?

Sobald man diesbezüglich mehr Klarheit hat, will man die Öffentlichkeit wieder informieren; für den nächsten April ist eine Orientierungsversammlung vorgesehen.