Seon

Das neue Schulhaus von Seon kostet beinahe 10 Millionen Franken

So soll das neue Seoner Schulhaus Hertimatt 3 aussehen, über das am 2. Mai an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung entschieden wird. Visualisierung Steiger Architekten Baden

So soll das neue Seoner Schulhaus Hertimatt 3 aussehen, über das am 2. Mai an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung entschieden wird. Visualisierung Steiger Architekten Baden

Seon braucht neuen Schulraum für die Unterstufe. An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung am 2. Mai entscheidet das Stimmvolk über einen Baukredit von fast 10 Millionen Franken. Der Gemeinderat steht hinter dem Projekt.

Seon braucht neuen Schulraum für die Unterstufe. Im Sommer 2011 wurde an einer Gemeindeversammlung ein Grundsatzentscheid gefällt: Anstelle des abseits der restlichen Schulanlage gelegenen Seetalschulhauses soll der Campus Hertimatt durch den Neubau eines dritten Gebäudes ergänzt werden.

Während im vorletzten Jahr der entsprechende Projektierungskredit gesprochen wurde, haben die Stimmbürger am 2. Mai an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung über einen Baukredit von 9,74 Millionen Franken zu entscheiden. Die Sanierung des Seetalschulhauses, die ebenfalls zur Diskussion stand, hätte Gelder in ähnlicher Grössenordnung verschlungen.

«Einfacher, zweckmässiger Bau»

In einem öffentlichen Architekturwettbewerb obsiegte das Büro Steiger aus Baden. In Zusammenarbeit mit diesen Fachleuten hat eine vom Gemeinderat eingesetzte achtköpfige Baukommission mit Vizeammann Hans Peter Dössegger an der Spitze ein Projekt ausgearbeitet, das die Bedürfnisse von Schule und Gemeinde abdeckt.

Auf dem bisherigen «roten Platz» wird ein dreigeschossiger Kubus erstellt, der elf Klassenzimmer, die heute erforderlichen Nebenräume für Gruppenarbeiten, Musikunterricht, Werken und Logopädie, sowie ein Lehrerzimmer enthält. Im Erdgeschoss bekommt zudem die Bibliothek eine neue Bleibe.

Aufgrund der Topografie und der Baugrundbeschaffenheit wird auf eine Unterkellerung verzichtet. Das Fundament kommt auf etwa 120 Rammpfähle zu liegen. Wegen der Hangneigung bekommt das Gebäude im Erd- und ersten Obergeschoss je einen Eingang.

Die Fassade ist in hellem Klinkerstein vorgesehen. Innen wird Hertimatt 3 durch das grosszügige Treppenhaus geprägt. «Es handelt sich um hier um einen einfachen, kompakten und sehr zweckmässigen Bau», fasste Architekt Max Steiger an einer Medienorientierung das Konzept passend zusammen.

Zum Projekt gehören auch Umgebungsarbeiten wegen dem Wegfall des bisherigen Pausenplatzes. Beim Schulhaus Hertimatt soll eine Multifunktionsfläche angelegt werden, die auch bei Anlässen wie Jugendfesten oder Zirkusgastspielen verwendet werden kann.

Ein neuer Allwettersportplatz gleich bei der Dreifachturnhalle soll Schulsport und Vereinen Ersatz für den «roten Platz» bieten.

Wichtige Attraktivitätssteigerung

Vizeammann Dössegger betonte bei der Präsentation die Bedeutung des Projekts gerade im Hinblick auf das in den nächsten Jahren erwartete deutliche Wachstum der Gemeinde: «Mit Hertimatt 3 leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des Standorts Seon.»

Falls der Kanton für die Gemeinden keine weiteren unliebsamen Überraschungen in Form von zusätzlichen Kostenabwälzungen bereithält, soll – so die Berechnungen des Gemeinderates – die grosse Investition von fast 10 Millionen Franken ohne Steuerfusserhöhung gemeistert werden können.

«Ich und der ganze Gemeinderat, die Schulpflege und die Schulleitung stehen voll und ganz hinter dem Projekt», verströmt Hans Peter Dössegger im Vorfeld des wichtigen Entscheides Zuversicht.

Meistgesehen

Artboard 1