Staufen
Das neue alte Haus mit viel Platz für Schüler-Erinnerungen

Beim Schulhausumbau in Staufen wurde der Charakter des über 100 Jahre alten Gebäudes gewürdigt, innen gibt es aber deutlich mehr Platz. Diesen konnten sich rund 600 Gäste bei der Einweihung am Samstag anschauen.

Markus Christen
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Mit dem Liederbuchhit «Das alte Haus von Rocky Docky» wurde das Schulhaus nach dem Umbau eingeweiht.

Mit dem Liederbuchhit «Das alte Haus von Rocky Docky» wurde das Schulhaus nach dem Umbau eingeweiht.

Markus Christen

Mit einer musikalischen Feier der Primarschüler wurde am Samstagmorgen das altehrwürdige Schulhaus an der Ausserdorfstrasse eingeweiht. Von April bis Dezember des vergangenen Jahres dauerten die Erneuerungsarbeiten, die dem im Jahre 1905 errichteten Gebäude von aussen kaum anzusehen sind. In Anlehnung an den Jugendstil hatte der Lenzburger Architekt Theo Bertschinger vor über 100 Jahren bauen lassen, und Martin Stierli von der Stierli Architekten AG aus Aarau legte beim von ihm geführten Innenausbau viel Wert darauf, den historischen Charakter des Schulhauses zu würdigen.

Ansprüchen der Lehrer Genüge getan

«Mit Achtung und Respekt vor dem noch Vorhandenen haben wir uns auf die inneren nötigen Veränderungen konzentriert und versucht, eine neue lehr- und lernfreundliche Atmosphäre zu schaffen», sagte Stierli während der Einweihungsfeier, zu der rund 600 Gäste begrüsst werden durften. Bereits Ende Dezember konnten die Schülerinnen und Schüler die neuen Zimmer im «alten» Schulhaus beziehen und wie Schulleiterin Monika Schwager sagte, ist man mit dem Ergebnis des Umbaus äusserst zufrieden. «Wir haben vorher unter sehr knappen Verhältnissen gelebt, nun ist genügend Platz vorhanden.»

Mit einem grosszügigen Zimmer zur Stundenvorbereitung in dem Bereich, wo vor ihrem Auszug zu Beginn des vergangenen Jahres noch die Gemeindeverwaltung zu Hause war, erhalten die Lehrer einen Raum, der ihren vielfältigen Ansprüchen und Wünschen Genüge tut. Zum Verweilen laden die neue Schülerbibliothek und Mediothek mit ihren bequemen Sitzmöglichkeiten ein.

Mehr Schulzimmer und Räume

Ganz grundsätzlich habe man mit dem Umbau ein strukturelles Umorganisieren im Sinn gehabt, sagt Architekt Stierli. «Zuvor konnten einige nahe beieinander gelegene Zimmer nicht gleichzeitig genutzt werden, der Störfaktor war zu gross.» Solche Nachteile wurden nun behoben, auch indem die Aula vom Dachstock des Schulhauses in die Turnhalle verlegt wurde. Mit dem Umbau, der insgesamt rund 4 Millionen Franken gekostet hat, entstanden mehr brauchbare Schulzimmer und Nebenräume in zeitgemässer und moderner Ausstattung.

Zur Einweihungsfeier hatten sich die Primarschüler vor der Eingangstüre des Schulhauses versammelt und besangen im Chor passend «Das alte Haus von Rocky Docky». Wie das alte Haus im Lied soll auch das neue «alte» Schulhaus viele Geschichten und Erinnerungen bereithalten. Dies wünschte Gemeinderat Emanuele Soldati den Schülern, bevor die Feierbanner ausgerollt und die Türen für einen ersten Rundgang geöffnet wurden.

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