Beinwil am See

Das lange Üben hat bald ein Ende – die Bühne ist frei für den «Vogelhändler»

Bald zieht die Regisseurin Monika Wild die Fäden nur noch hinter der Bühne und Konrad Jenny dirigiert das Spiel aus dem Orchestergraben.psi

Bald zieht die Regisseurin Monika Wild die Fäden nur noch hinter der Bühne und Konrad Jenny dirigiert das Spiel aus dem Orchestergraben.psi

Zwei Monate lang hält eine Kurfürstin Hof im Löwensaal: Am 18. Januar feiert die Theatergesellschaft Premiere mit dem Stück «Der Vogelhändler» von Carl Zeller. Für den Dirigenten ist es die erste Operettenproduktion.

Noch zehn Tage, bis sich der Vorhang im Löwensaal öffnet und die Theatergesellschaft Beinwil am See mit der Meisteroperette «Der Vogelhändler» von Carl Zeller vor das Premierenpublikum tritt. Seit Monaten proben die Mitglieder des Chores Lieder und Einsätze, üben die Solistinnen und Solisten ihre Dialoge und Soli.

Monika Wild, die bereits vor vier Jahren in Beinwil am See den «Zigeunerbaron» inszenierte, freut sich auf die Premiere. «Es macht Freude und Spass, dieses Stück mit viel Situationskomik auf die Bühne zu bringen», sagt sie.

Nach einer fast zweiwöchigen Festtagspause haben Chor und Solisten die Probearbeit wieder aufgenommen. «Die Zeit vor Weihnachten war intensiv, und die Pause tat gut», sagt die Regisseurin. Alles konnte sich setzen.

Jetzt in der Endphase der Proben könnten die Mitwirkenden alles Geübte wieder abrufen. Die erfahrene Theaterfrau kennt das Auf und Ab während der Probearbeit und führt jetzt das ganze Ensemble gezielt zu seiner Einheit zusammen.

So wird Szene um Szene wiederholt, bis alles klar ist, bis definitiv festgelegt ist, wer wo steht, wer was macht. Denn auch die Mitglieder des Chors spielen während der Dialoge der Solisten ihre Geschichte und dürfen nie aus der Rolle fallen. Mit kritischem Blick behält die Regisseurin nicht nur das Gesamtbild im Blick, sondern achtet auf jedes Detail.

Ein neuer Dirigent im Graben

Konrad Jenny ist der neue musikalische Leiter in Beinwil am See. Der Cellist, Chor- und Orchesterdirigent bringt eine breite Konzerterfahrung als Chorleiter mit und hat auch den Chor einstudiert.

Für Jenny ist es die erste Operettenproduktion. «Es ist unglaublich spannend, nach dem Einstudieren der Chorstücke und der Arbeit mit den Solisten das Ganze auf die Bühne zu bringen», sagt Jenny.

Die Musik werde zum Medium, in welchem sich alle auf der Bühne wie Fische im Wasser bewegten. «Wir beide führen Musik und Schauspiel zu einem Gesamtausdruck zusammen», sagt Wild. «Alle, ob in grossen oder kleinen Rollen, müssen mitspielen, alle werden aber auch von der Musik getragen», ergänzt Jenny.

Parallel zur Bühnenarbeit probt Jenny jetzt auch mit dem Orchester, welches sich aus Berufsmusikern zusammensetzt. In der laufenden und in der Woche vor der Premiere findet das grosse Zusammenfügen statt. «Wir befinden uns in der letzten Kurve vor der Zielgeraden», sagt Jenny.

Das Bühnenbild von Klaus Hellenstein steht. Schlicht, übersichtlich und wandelbar lässt es sich den jeweiligen Handlungsorten anpassen. Beleuchter Patrick Stähelin setzt die Lichteffekte und kann die neu installierte Bühnentechnik ein erstes Mal ausreizen.

Der Umbau und die Renovation der Bühne sei gut gelungen, sagen auch die Mitglieder der Bühnenmannschaft, die ja letztlich während jeder Aufführung dafür verantwortlich sind, dass das richtige Dekor am richtigen Ort steht.

So fiebern jetzt alle Mitwirkenden der Premiere vom Samstag, 18. Januar entgegen. Und die Zuschauer an jeder der 21 Aufführungen dürfen sich bereits jetzt freuen, wenn dann der Tiroler Vogelhändler Adam (Raimund Wiederkehr/Reto Hofstetter) auftritt mit dem berühmten Entree «Grüss enk Gott, alle miteinander».

Vorverkauf: 062 771 58 41 und online unter www.theatergesellschaft.ch

Meistgesehen

Artboard 1